Luftbilder und Fotos von Deutschland während der Trolley Mission im Mai 1945

Datum: 17. November 2020
Luftbilder und Fotos von Deutschland während der Trolley Mission im Mai 1945

Von mehr als 450 Luftbildern, die von Markus Lenz weltweit recherchiert, gesammelt und analysiert wurden, sind bis auf 16 Fotos alle Standorte sowie Gebäude identifiziert worden (Stand: 17. November 2020). Nutzen Sie bitte diese Internetseite, um sich diese Luftaufnahmen kostenlos anzuschauen und/oder beim Identifizieren der restlichen, unkannten Luftbilder mitzuwirken (vgl. „Unbekannte Luftbilder“). Mittlerweile haben unzählig viele Internetseiten-Besucher beim Identifizieren dieser historischen Luftbilder mitgeholfen.

Beachten Sie bitte auch die zusätzlichen Informationen, die Sie oben im Hauptmenü dieser Internetseite vorfinden, u.a. den „kleinen Ratgeber“, wie Sie historische Luftaufnahmen auf den internationalen Seiten von eBay besser finden können. Außerdem steht ein Ratgeber zur Digitalisierung sowie Restaurierung alter Fotos und Negative unter dem Menüpunkt „Digitalisierung“ zur Verfügung. Im Menüpunkt „Bücher“ können Sie alle von Markus Lenz bislang veröffentlichten Publikationen über die „Trolley Mission“ einsehen. Um das Jahr 1945 auch als Bewegtbild zu illustrieren, wurden für einige Städte Farbfilm-Luftaufnahmen aus dem „Special Film Project 186“ hinzugefügt. Dabei handelt es sich um Farbfilme, die im Sommer 1945 von der United States Army aus Flugzeugen im Tiefflug erstellt wurden.

Privatleute, Stadtarchive sowie institutionelle Nutzer können die Luftaufnahmen der „Trolley Mission“ in der vollen Bildauflösung - insbesondere ohne Kopierschutz und ohne Wasserzeichen - kostenpflichtig lizensieren lassen. Lesen Sie sich hierzu bitte im Menüpunkt „Download“ die Anmerkungen zu Urheber, Lizenz und Copyright durch.

Ferner wurden in der Rubrik „Luftfahrtkarten“ Übersichtskarten bzw. eine „Rekonstruktion der Flugstrecken“ auf Basis historischer Luftfahrtkarten hinzugefügt, die es dem interessierten Leser ermöglichen, die ehemaligen Flughäfen, Flugplätze und Flugfelder im Zweiten Weltkrieg besser verorten zu können. Hinweise auf weiterführende Quellen sind in der Rubrik „Flughandbuch“ vorhanden. In der Rubrik „Luftwaffe“ befinden sich historisch äußert interessante Berichte aus dem Oberkommando der Wehrmacht sowie aus dem Oberkommando der Luftwaffe. Sollten Sie an Luftbildern von Berlin und Luftaufnahmen der Berliner Mauer in der Nachkriegszeit interessiert sein, so schauen Sie einmal im Projekt „Berliner Luft“ vorbei.


Nach den Bombenangriffen auf Köln am Rhein 1945 - Dom sowie Hohenzollernbrücke und Deutzer Brücke

Datum: 20. November 2020
Nach den Bombenangriffen auf Köln am Rhein 1945 - Dom sowie Hohenzollernbrücke und Deutzer Brücke

Diese Luftaufnahme zeigt einmal mehr die Stadt Köln am Rhein nach den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg. Deutlich sind der Dom sowie die zerstörte Hohenzollernbrücke und die in Trümmern liegende Deutzer Brücke zu erkennen. Dieses Luftbild stammt aus der Sammlung „Photographs of American Military Activities“ des US-amerikanischen Staatarchives „National Archives and Records Administration“ (NARA) in Washington und ist gemeinfrei („Public Domain“), so dass Sie das Bild nachstehend herunterladen können.

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koeln-luftkrieg-1945.jpg

Quelle: National Archives and Records Administration (NARA)
National Archives Identifier, 531287
Local Identifier, 111-SC-206174
Records of the Office of the Chief Signal Officer


Nach den Bombenangriffen auf die Altstadt von Frankfurt am Main 1945 - Dom und Alte Brücke

Datum: 20. November 2020
Nach den Bombenangriffen auf die Altstadt von Frankfurt am Main 1945 - Dom und Alte Brücke

Die Luftaufnahme zeigt Frankfurt am Main und seine im Zweiten Weltkrieg in Trümmern liegende Altstadt. In der Bildmitte ist der Frankfurter Dom (Kaiserdom St. Bartholomäus) zu sehen; dahinter verläuft der zerstörte „Alte Brücke“ über den Main und seine Maininsel. Das Luftbild stammt aus der Sammlung „World War II Images“ des „San Diego Air & Space Museum“ und dürfte seinerzeit vom „U.S. Army Signal Corps“ erstellt worden sein. Dieses Bild ist vom „San Diego Air & Space Museum“ mit dem Hinweis „no known copyright restrictions“ versehen. Es gilt somit als „public domain“ bzw. frei von bekannten Nutzungs- und Urheberrechten. Daher können Sie das Luftbild nachstehend direkt herunterladen.

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frankfurt-am-main-luftkrieg-1945.jpg


Lokomotiven- und Waggonbaufabrik (LOWA) der Friedrich Krupp AG in Essen nach den Fliegerbomben im Zweiten Weltkrieg

Datum: 17. November 2020
Lokomotiven- und Waggonbaufabrik (LOWA) der Friedrich Krupp AG in Essen nach den Fliegerbomben im Zweiten Weltkrieg

Die Luftaufnahme zeigt die alte Lokomotiven- und Waggonbaufabrik (LOWA) der Friedrich Krupp AG in Essen, die ein Teil der Krupp’schen Gußstahlfabrik war. Zu sehen sind die Maschinenbauhallen M1 und M2, die vom Flugzeug aus in östlicher Richtung photographiert wurden. Damals wie heute verläuft zur rechten Seite der Maschinenbauhallen die Zollstraße, die etwa in der Bildmitte in die heutige Helenenstraße einmündet, wo sich der Schacht Marie und Schacht Amalie befinden.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Maschinenbauhallen - ebenso wie das gesamte Gußstahlwerk - von mehreren tausend Tonnen Fliegerbomben schwer getroffen. Als in den Nachkriegsjahren die durch die britische Militärregierung befohlene Demontage der Industrieanlagen der Friedrich Krupp AG begonnen hatte, war die Lokomotiven- und Waggonbaufabrik jedoch nicht davon betroffen. Die Fabrik durfte weiterhin zur Reparatur und Instandhaltung von Lokomotiven tätig sein, so dass die Maschinenbauhallen zügig wieder aufgebaut wurden.

Bis ins Jahr 1997 wurden an diesem Standort Lokomotiven sowie Triebköpfe und Drehgestelle für die Hochgeschwindigkeitszüge der Deutschen Bundesbahn bzw. Deutschen Bahn AG gebaut. Im Rahmen des sogenannten „Masterplans Krupp-Gürtel Nord“ wurde die Maschinenbauhalle M2 in den Jahren 2015/2016 abgerissen. Künftig wird das gesamte Areal zu einem neuen Stadtviertel mit Gewerbe- und Wohnbereichen entwickelt werden. Die Luftaufnahme wurde von Herrn Matthias Kloß identifiziert - vielen Dank!

Bildcode: USASC-19


Luftaufnahme im Tiefflug über Jülich von der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt im Mai 1945

Datum: 17. November 2020
Luftaufnahme im Tiefflug über Jülich von der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt im Mai 1945

Auf der Luftaufnahme sind die Trümmer und Ruinen der ältesten römisch-katholischen Kirche der Stadt Jülich in Nordrhein-Westfalen nach den schweren Bombenangriffen im November 1944 zu sehen. Ganz charakteristisch für die Probsteikirche ist das Türmchen neben dem Hauptturm. Im Hintergrund ist ferner der Wall der Zitadelle auszumachen. Links neben dem Kirchturm ist zudem die Ruine des ehemaligen Rathauses zu erahnen. Jülich wurde im Rahmen der „Operation Queen“, einem massiven Luftangriff britischer Bomber, im November 1944 innerhalb von nur 20 Minuten zu mehr als 90 Prozent zerstört, weil die Stadt in den Augen der Alliierten als militärisches Hindernis für die Einnahme des Rheinlandes galt.

Im Mai 1945 war Jülich mehr oder weniger unbewohnt und völlig zerstört. Die Propsteikirche war derart zerstört, dass nach dem Zweiten Weltkrieg die Meinung herrschte, dass die Kirche in ihrer ursprünglichen Bauform nicht mehr zu restaurieren sei. Dennoch wurde die Kirche im Jahre 1952 unter Einbeziehung des Glockenturms und der Chormauern neu errichtet. Die Luftaufnahme wurde von Herrn Matthias Kloß und Herrn Dr. Christoph Meixner, der Modelle alter Kirchen herstellt (vgl. www.modelle-alter-kirchen.de), identifiziert - vielen Dank!

Bildcode: USASC-20


Luftbild der Ruinen des Gußstahlwerk Friedrich Krupp in Essen im Mai 1945 an der Haedenkampstraße

Datum: 15. November 2020
Luftbild der Ruinen des Gußstahlwerk Friedrich Krupp in Essen im Mai 1945 an der Haedenkampstraße

Dieses Luftbild ist nur wenige Sekunden später als die Bildnummer USASC-17 entstanden und zeigt ebenso das Gußstahlwerk Friedrich Krupp bzw. die zerstörten Krupp-Werke in Essen. Die im Vordergrund sichtbare Fabrikhalle mit der großen Fensterfassade wäre an der heutigen Haedenkampstraße gelegen, gegenüber der Sälzerstraße und Buddestraße. Heute befindet sich an dieser Stelle das „Kronenberg Center“ (Einkaufzentrum). Die übrigen Fabrikhallen, die im Hintergrund zu sehen sind, werden heute vom Berthold-Beitz-Boulevard durchquert.

Offen bleibt die Frage, welche Funktion das Wasserbecken hatte, das in der rechten, unteren Bildecke deutlich zu sehen ist. Ob es sich dabei um den alten „Kronenberger Platz“ handelt, der innerhalb der Arbeiterkolonie Kronenberg als Marktplatz für den Wochenmarkt diente, konnte bislang noch nicht recherchiert werden.

Bildcode: USASC-18


Luftaufnahme der zerstörten Gußstahlfabrik Friedrich Krupp in Essen im Mai 1945 an den Bahngleisen zum Bahnhof Essen-West

Datum: 15. November 2020
Luftaufnahme der zerstörten Gußstahlfabrik Friedrich Krupp in Essen im Mai 1945 an den Bahngleisen zum Bahnhof Essen-West

Die Luftaufnahme zeigt die Krupp-Werke in Essen bzw. die Gußstahlfabrik Friedrich Krupp mit Blickrichtung von West nach Ost. Da aufgrund der Zerstörung und Demontage der Krupp-Werke nach dem Zweiten Weltkrieg ein Vergleich mit heutigen Luftbildern oder Satellitenbildern völlig unmöglich erscheint, bieten jedoch einige noch heute bestehende Gebäude eine gewisse Orientierung zur Luftbildanalyse.

Das Flugzeug der „Trolley Mission“ befand sich während der Aufnahme etwa in Höhe des Bahnhofes Essen-West, dort wo die Heinitzstraße die Bahngleise unterquert. In der rechten, unteren Bildecke ist das sogenannte „Bürohaus West“ zu erkennen. Jenes Gebäude im Essener Stadtteil Frohnhausen wurde nach dem Ersten Weltkrieg als „Ledigenheim“ für die Arbeiter der benachbarten Gußstahlfabrik errichtet. Der damals neu errichtete Gebäudekomplex war Ersatz für ein Barackenlager, das für die alleinstehenden Arbeiter der Friedrich Krupp AG als Schlafhaus diente.

In der linken, unteren Bildecke sind Trümmer und Ruinen der ehemaligen Kolonie Kronenberg zu sehen. Zu erahnen sind - von vorne nach hinten - die Kleine Richterstraße (damals: Richterstraße), Hoeckerstraße (damals: Höckerstraße) und Haedenkampstraße. Markant ist das hallenartige Gebäude in der Buddestraße Nr. 4, das heute noch existiert und seit dem Jahre 1981 von der Stiftung Glaubens- und Lebenshilfe verwaltet wird und der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Essen-Altendorf als Gemeindezentrum dient.

Die in der Bildmitte sichtbaren Werkshallen mit den überaus großen Fensterfassaden existieren nicht mehr. Heute ist auf der östlichen Seite der Haedenkampstraße ein Industrie- und Gewerbegebiet mit Einkaufzentrum („Kronenberg Center“) und Parkhaus.

Bildcode: USASC-17


Luftaufnahme von Hamburg-Hammerbrook mit Heidenkampsweg und Süderstraße sowie Billhafen nach dem Zweiten Weltkrieg

Datum: 15. November 2020
Luftaufnahme von Hamburg-Hammerbrook mit Heidenkampsweg und Süderstraße sowie Billhafen nach dem Zweiten Weltkrieg

Die Luftaufnahme zeigt den nach den Bombardierungen völlig zerstörten Wohnblock, der links und oben vom Grünen Deich, unten vom Heidenkampsweg und rechts von der Süderstraße umsäumt wird. Während keines der in Trümmern liegenden Gebäude nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut wurde, sind jedoch die Fabrik- und Industriegebäude am Grünen Deich bzw. am Flußufer der Bille erhalten geblieben. Dort residiert heute die US-amerikanische Firma Ingredion Germany GmbH („National Starch“). Im Hintergrund des Luftbildes - ganz oben - sind die Neue Elbbrücke, die Eisenbahnbrücken und Freihafenelbbrücke über die Norderelbe auszumachen.

Bildcode: USASC-11


Luftaufnahme des Hamburger Hafens (Steinwerder Hafen) nach dem Zweiten Weltkrieg: Steinwerder-Kanal, Grevenhofkanal, Reiherdamm und Ellerholzdamm

Datum: 15. November 2020
Luftaufnahme des Hamburger Hafens (Steinwerder Hafen) nach dem Zweiten Weltkrieg: Steinwerder-Kanal, Grevenhofkanal, Reiherdamm und Ellerholzdamm

Die Luftaufnahme zeigt in der Bildmitte (von unten nach oben) den Steinwerder-Kanal im Hamburger Hafen, der etwa in der Bildhälfte vom Grevenhofkanal gekreuzt wird. Die Straße auf der rechten Seite des Steinwerder-Kanals, wo damals wie heute Eisenbahngleise verlaufen, ist der Ellerholzdamm, der über die Grevenhofkanalbrücke führt. Die Straße auf der linken Seite des Steinwerder-Kanals ist der Reiherdamm, der bis zur Grevenhofbrücke führt.

Bildcode: USASC-10


Luftaufnahme von Aachen Hauptbahnhof und Haus Grenzwacht nach den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945

Datum: 15. November 2020
Luftaufnahme von Aachen Hauptbahnhof und Haus Grenzwacht nach den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945

Die Luftaufnahme zeigt den Hauptbahnhof und seine Gleisanlagen in Aachen. Darüber hinaus ist auch das Haus „Grenzwacht“ - ursprünglich „Lochnerhaus“ - am Bahnhofplatz, das heute der Aachener Stadtverwaltung als Verwaltungsgebäude dient, auszumachen. Deutlich ist die Kasinostraße zu erkennen, die von der Häuserreihe in der Bildmitte bis zum unteren, rechten Bildrand verläuft. Ganz unter - quer durch das Bild - verläuft die Kurbrunnenstraße, in welche die Jägerstraße einmündet. Auf der rechten Seite der Bahngleise verläuft die Hackländerstraße, die damals wie heute zum Bahnhofsgebäude führt. Aachen wurde bereits im Juli 1941 von Luftangriffen heimgesucht; weitere Angriffe erfolgten in den Folgejahren des Krieges, so dass durch die Bombardierungen etwa Zweidrittel aller Wohnungen zerstört wurden.

Bildcode: USASC-14


Luftbild Burtscheider Brücke und Burtscheider Straße an der Eisenbahn in Aachen im Mai 1945

Datum: 15. November 2020
Luftbild Burtscheider Brücke und Burtscheider Straße an der Eisenbahn in Aachen im Mai 1945

Auf der Luftaufnahme sind die Burtscheider Straße sowie die zerstörte Burtscheider Brücke in Aachen zu erkennen. Die markanten Gleisanlagen gehören zum alten Bahnbetriebswerk Aachen Hbf an der Kamperstraße, wo bis ins Jahr 1964 noch ein großer Ringlokschuppen mit Wasserturm und Bekohlungsanlage stand.

Bildcode: USASC-15


Trolley Mission

Die „Trolley Mission“ war eine Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe im Mai 1945, die auch als „Low Level Tour“, als „Low Level Mission“ oder als „Cook‘s Tour“ bezeichnet wurde. Seinerzeit sind Luftbilder erstellt worden, die deutsche Städte nach dem Zweiten Weltkrieg sprichwörtlich zur „Stunde Null“ zeigen.