Luftaufnahme von Benschop kurz vor Den Haag im Mai 1945 (Niederlande)

Datum: 6. Februar 2021
Luftaufnahme von Benschop kurz vor Den Haag im Mai 1945 (Niederlande)

Eine der letzten Luftaufnahmen, die von Harvey B. Devoe am 12. Mai 1945 erstellt worden sind, ist ein Bild des Dorfes Benschop in der Gemeinde Lopik in der niederländischen Provinz Utrecht. Die Aufnahme zeigt eine überflutete Polder- und Grachtenlandschaft sowie eine im oberen Bildrand verlaufende Straße. Jene Straße teilt sich auf in die „Boveneind Zuidzijde“ (Südseite) und „Boveneind Noordzijde“ (Norseite), dazwischen verläuft der „Benschopper Wetering“ (Kanal bzw. Gracht). Markant stechen in der Polderlandschaft die wie eine Plantage wirkenden Obstbäume hervor, die sich diagonal durch die gesamte Bildmitte erstrecken. Es handelt sich - damals wie heute - um den „Groenten en fruithandel Benschop“, also um den Obst- und Gemüsehandel in Benschop. Das Luftbild wurde von Herrn Matthias Kloß identifiziert - vielen Dank!

Bildcode: HDTM17


Luftaufnahme von Aachen aus dem Zweiten Weltkrieg - Stadtteil Rothe Erde

Datum: 4. Februar 2021
Luftaufnahme von Aachen aus dem Zweiten Weltkrieg - Stadtteil Rothe Erde

Bei der Durchsicht älterer Filmstreifen, die zur Recherche des Buches über die „Trolley Mission“ dienten, fand sich diese Luftaufnahme, die aufgrund des mangelhaften Erhaltungszustandes nicht besser ausbelichtet bzw. rekonstruiert werden konnte. Zu sehen ist die Stadt Aachen bzw. der Stadtteil Rothe Erde aus nordöstlicher Blickrichtung. Auch heute noch ist der Verlauf der Eisenbahngleise wiedererkennbar. Rothe Erde ist seit Beginn des 20. Jahrhunderts ein von der Groß- und Schwerindustrie geprägter Stadtteil Aachens, der zwischen den anderen Stadtteilen Forst und Eilendorf angesiedelt ist. Das Luftbild wurde von Herrn Matthias Kloß identifiziert - vielen Dank!

Bildcode: USASC-24


Betriebsanlagen der Firma Heraeus in Hanau - Luftaufnahme aus dem Zweiten Weltkrieg

Datum: 31. Januar 2021
Betriebsanlagen der Firma Heraeus in Hanau - Luftaufnahme aus dem Zweiten Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg waren für Bombenangriffe in Hanau die Betriebsanlagen der Firma Heraeus für die US Army Air Force und Royal Air Force ein bedeutendes Ziel. Nachdem Heraeus im Bereich der alternativen Edelmetalllegierungen durch Schmelzen metallischer Werkstoffe unter Vakuum (Vakuummetallurgie) einen weltweiten Ruf erlangt hatte, mußte das Unternehmen in den Kriegsjahren seine Fertigung auf rüstungsrelevante Güter umstellen. Damit geriet Heraeus ins Fadenkreuz der Luftangriffe der Alliierten.

Auf der Luftaufnahme ist zu erkennen, wie Fliegerbomben in den Jahren 1944 und 1945 große Teile der Betriebsanlagen fast völlig zerstört haben. Das Bild aus östlicher Richtung, etwa aus Perspektive der heutigen Wilhelm-Rohn-Straße aufgenommen, läßt die beiden Eisenbahngleise erkennen, die das Betriebsgelände von Heraeus im Norden zur Raffineriestraße hin begrenzen. Markant im Hintergrund - ganz oben am Bildrand - ist ein noch heute existierendes Haus an der Kreuzung von Julius-Leber-Straße und Mühltorweg auszumachen, nämlich der Altbau der Psychiatrischen Fachambulanz des Klinikums Hanau. Das nachstehende Vergleichsbild aus „Google Maps“ (3D-Ansicht) zeigt die Ansicht aus dem Jahre 2021.

Bildcode: USASC-26

Betriebsanlagen der Firma Heraeus in Hanau - Luftaufnahme aus dem Zweiten Weltkrieg und heutige Ansicht in Google Maps

Bildquelle: Google Maps


Werksgelände der Firma Heraeus in Hanau - Luftbild aus dem Zweiten Weltkrieg

Datum: 31. Januar 2021
Werksgelände der Firma Heraeus in Hanau - Luftbild aus dem Zweiten Weltkrieg

Ein für die US Army Air Force und Royal Air Force bedeutendes Ziel für Luftangriffe in Hanau war das Werk der Firma Heraeus, das sich südöstlich der Altstadt angesiedelt hatte. Heraeus wurde bereits im Jahre 1851 in Hanau gegründet und hatte im Bereich der alternativen Edelmetalllegierungen durch Schmelzen metallischer Werkstoffe unter Vakuum (Vakuummetallurgie) einen weltweiten Ruf erlangt. Im Zweiten Weltkrieg mußte Heraeus - wie viele andere deutsche Unternehmen - seine Fertigung auf rüstungsrelevante Güter umstellen, so dass die Betriebsanlagen massiv in den Fokus der Bombenangriffe der Alliierten fielen. Bei Luftangriffen in den Jahren 1944 und 1945 wurden die Betriebsanlagen fast völlig zerstört.

Auf dem Luftbild, das aus nordöstlicher Richtung aufgenommen wurde, sind zunächst jene zwei Bahngleise zu sehen, die das Betriebsgelände von Heraeus im Norden umsäumen. Das Flugzeug befand sich während der Aufnahme etwa in Höhe der Raffineriestraße und/oder der dahinter fließenden Kinzig. Die Straße, die sich von oben nach unten durch die komplette rechte Bildhälfte erstreckt, ist die heutige Heraeusstraße.

Bildcode: USASC-26


Reifenfabrik Goodyear Dunlop in Hanau - Luftaufnahme aus dem Zweiten Weltkrieg

Datum: 31. Januar 2021
Reifenfabrik Goodyear Dunlop in Hanau - Luftaufnahme aus dem Zweiten Weltkrieg

Ähnlich wie auf den beiden Luftbildern USASC-04 und USASC-05 ist hier das Werksgelände der Hanauer Reifenfabrik Goodyear Dunlop im Mai 1945 zu sehen. Im Gegensatz zu den beiden genannten Luftaufnahmen ist jenes Bild jedoch aus nordöstlicher Richtung kommend aufgenommen worden. Das Flugzeug befand sich seinerzeit etwa in Höhe der heutigen Bundesstraße B 8.

Bildcode: USASC-21


Hanau und seine nach Fliegerbomben im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörte Altstadt

Datum: 31. Januar 2021
Hanau und seine nach Fliegerbomben im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörte Altstadt

Nachdem die US Army Air Forces (USAAF) im Herbst 1944 zunächst den Bahnhof, das Bahnbetriebswerk und sonstige Eisenbahnanlagen in Hanau mit Fliegerbomben angegriffen hatten, erfolgten am 6. Januar 1945 sowie am 19. März 1945 zwei weitere Luftangriffe der britischen Royal Air Force (RAF). Diese Fliegerbomben hatten zur Folge, dass die Alt- und Neustadt von Hanau völlig zerstört wurde.

So zeigt die Luftaufnahme, dass in der Altstadt nur noch wenige von vormals etwa 450 Häusern standen. Selbst die Identifizierung des Luftbildes fiel aus heutiger Sicht - nach 75 Jahren - schwer, doch zwei markante Gebäude belegen eindeutig, dass es sich um die Hanauer Altstadt handelt. Auf der rechten Bildseite, etwa in der Mitte, ist das Eingangsportal der katholische Stadtpfarrkirche „Mariae Namen“, der ältesten römisch-katholischen Kirche in Hanau zu erkennen. Die Fassadenfront der im Jahre 1850 erbauten Kirche zeichnet sich durch den Wechsel von dunklen und roten Lagen aus Sandstein aus. Nach dem Wiederaufbau im Jahre 1952, der in modernisierter und vereinfachter Form vollzogen wurde, ist das ursprüngliche Streifenmuster nahezu vollständig überbaut worden.

Das zweite markante Gebäude ist das Justizgebäude in der Nußallee, wo das Landgericht und das Amtsgericht seit Oktober 1911 beheimatet sind. Das Justizgebäude in Hanau wurde zwischen den Jahren 1908 bis 1911 gebaut und war das letzte große Justizgebäude, das die preußische Monarchie errichtet hatte. Obgleich das Land- und Amtsgerichtsgebäude ebenso im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde, läßt es sich aufgrund seiner neobarocken Bauform auf der linken Bildseite, etwa in drei Vierteln Höhe, gut erkennen.

Bildcode: USASC-25


Offenbach am Main - Luftaufnahme der Querstraße aus dem Mai 1945

Datum: 19. Dezember 2020
Offenbach am Main - Luftaufnahme der Querstraße aus dem Mai 1945

Die Luftaufnahme zeigt die Querstraße - Hausnummern 2, 4, 6, 8 und 10 (v.l.n.r.) - in Offenbach am Main im Mai 1945. Das Bild stammt aus der Sammlung „World War II Images“ des „San Diego Air & Space Museum“. Das nachstehende Vergleichsbild aus „Google Earth“ zeigt auf, dass diese Häuserfront in der Querstraße auch heute noch existiert. Das Luftbild wurde von Herrn Matthias Kloß identifiziert - vielen Dank!

Vergleichsbild von Offenbach am Main, Querstraße, aus Google Earth

Download
offenbach-am-main-sdasm-archiv-1.jpg


Luftbild vom Rangierbahnhof bzw. Güterbahnhof in Osnabrück im Mai 1945

Datum: 4. Dezember 2020
Luftbild vom Rangierbahnhof bzw. Güterbahnhof in Osnabrück im Mai 1945

Auf dem Luftbild ist der große Rangierbahnhof von Osnabrück zu erkennen. Ferner ist weiter oben in der Bildmitte der Hauptbahnhof sichtbar. Das Luftbild wurde von Herrn Joachim Peeters identifiziert - vielen Dank!

Herr Heinrich Brinkmann ergänzt folgende Beschreibung:
Der Kirchturm unten links gehört zur Josefskirche; die Straße davor nach links ist die Miquelstraße, nach schräg rechts hoch führt die Straße „Am Riedenbach“, welche auf die Meller Straße führt. Die durch Fliegerbomben zerstörten Häuser vor der Eisenbahnstrecke am Güterbahnhof stehen an der Neulandstraße. Der Platz mit den Bäumen - etwas oberhalb der Bildmitte - ist der damalige Fledderplatz, der heute als „Otto-Brenner-Platz“ bekannt ist. Vom alten Fledderplatz gingen oben nach rechts die Neulandstraße und weiter unten die Hannoversche Straße ab.

Bildcode: 306BG29


Osnabrück im Zweiten Weltkrieg: Iburger Straße und Johannisfriedhof (Mai 1945)

Datum: 4. Dezember 2020
Osnabrück im Zweiten Weltkrieg: Iburger Straße und Johannisfriedhof (Mai 1945)

Die Luftaufnahme zeigt in der Bildmitte - von West nach Ost - die Iburger Straße und in der Bildmitte den Johannisfriedhof. Dieses Luftbild ist Bestandteil der „Luftbildserie Osnabrück“, die insgesamt aus neun Luftbildaufnahmen besteht und seinerzeit mit einer „K-24 Aerial Surveillance Camera“ am 12. Mai 1945 aufgenommen worden ist. Das Luftbild wurde von Herrn Jörg Krasemann identifiziert - vielen Dank!

Herr Heinrich Brinkmann ergänzt folgende Beschreibung:
Die Luftaufnahme zeigt etwa in der Bildmitte die Lutherkirche, etwas höher links die Teutoburger Schule (damals ein Lazarett) und die Josefskirche. Die Firma mit dem großen Schornstein am linken Bildrand war die Firma Hammersen.

Bildcode: HDOS-4


Osnabrück im Mai 1945: Güterbahnhof und Meller Straße sowie Josefskirche und Teutoburger Schule

Datum: 4. Dezember 2020
Osnabrück im Mai 1945: Güterbahnhof und Meller Straße sowie Josefskirche und Teutoburger Schule

Durch das Luftbild verläuft mittig die Meller Straße. Die Kirche, die unten rechts im Bild zu sehen ist, ist die Josefskirche. Das Gebäude am unteren Bildrand in der Mitte ist die Teutoburger Schule. Dieses Luftbild ist Bestandteil der „Luftbildserie Osnabrück“, die insgesamt aus neun Luftbildaufnahmen besteht und seinerzeit mit einer „K-24 Aerial Surveillance Camera“ am 12. Mai 1945 erstellt worden ist. Das Luftbild wurde zunächst von Herrn Jörg Krasemann identifiziert und schließlich von Herrn Heinrich Brinkmann korrekt beschrieben - vielen Dank!

Bildcode: HDOS-5


Trolley Mission

Die „Trolley Mission“ war eine Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe im Mai 1945, die auch als „Low Level Tour“, als „Low Level Mission“ oder als „Cook‘s Tour“ bezeichnet wurde. Seinerzeit sind Luftbilder erstellt worden, die deutsche Städte nach dem Zweiten Weltkrieg sprichwörtlich zur „Stunde Null“ zeigen.