Historisches Luftbild von Hamm mit Hauptbahnhof und Eisenbahn-Gleisen am Schwarzen Weg

Datum: 14. November 2020
Historisches Luftbild von Hamm mit Hauptbahnhof und Eisenbahn-Gleisen am Schwarzen Weg

Die Luftaufnahme wurde während der Flüge der „Trolley Mission“ unmittelbar über dem Hauptbahnhof in Hamm erstellt. Auf der rechten Bildseite sind die Gleisanlagen in südlicher Richtung zu sehen, die wenig später zum großen Rangierbahnhof Hamm führen. Ganz unten im Bild ist ein Teil des alten Bahnhofsvorplatzes zu erkennen, der heute als Willy-Brandt-Platz bzw. Platz der Deutschen Einheit bezeichnet wird.

Etwa in der Bildmitte - auf der linken Seite der Bahngleise - verläuft damals wie heute der Schwarze Weg. Ob es sich bei dem markanten Gebäude (siehe nachstehenden Bildausschnitt) um eine ehemalige Kirche oder eventuell um einen Hochbunker handelt, ist bislang unklar.

Unbekanntes Gebäude - vermutlich Kirche - in Hamm am Schwarzen Weg in der Nähe vom Hauptbahnhof

Unabhängig davon, dass das Ruhrgebiet im Zweiten Weltkrieg ohnehin ein häufig angegriffenes Ziel britischer (RAF) und US-amerikanischer (USAAF) Bomberverbände war, wurde die Stadt Hamm bei den Großangriffen im Dezember 1944 aus der Luft schwer getroffen. Häuser, Gebäude, Bahnhöfe sowie zahlreiche Industrieanlagen waren zu Zweidritteln zerstört. Hamm war bei Kriegsende eine der am stärksten zerstörten Städte in Westfalen.

Bildcode: USASC-13


Eingangsportal des alten Kölner Hauptbahnhofes nach den Luftangriffen im Mai 1945

Datum: 14. November 2020
Eingangsportal des alten Kölner Hauptbahnhofes nach den Luftangriffen im Mai 1945

Das Luftbild zeigt das alte Eingangsportal des Kölner Hauptbahnhofes, das teilweise auf dem Fundament des alten Centralbahnhofes erstellt wurde. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Kölner Hauptbahnhof stark durch Luftangriffe beschädigt. Leider wurde das provisorisch reparierte alte Empfangsgebäude im Jahre 1955 unwiederbringlich abgerissen und im Jahre 1957 durch ein neues, zweckmäßiges - eigentlich häßliches - Empfangsgebäude mit einer hohen Fassadenfront zum Bahnhofsvorplatz hin ersetzt.

Bildcode: USASC-12


Luftaufnahme Überseehafen in Bremerhaven (Wesermünde) mit Verbindungshafen und Kaiserhafen sowie Lloyd Werft und Nordschleuse und Columbuskaje

Datum: 14. November 2020
Luftaufnahme Überseehafen in Bremerhaven (Wesermünde) mit Verbindungshafen und Kaiserhafen sowie Lloyd Werft und Nordschleuse und Columbuskaje

Die Luftaufnahme von Bremerhaven (Wesermünde) entstand von der Nordsee kommend über der Weser und zeigt die Hafenanlagen im Überseehafen (Stadtbremisches Überseehafengebiet Bremerhaven). In der unteren Bildhälfte sind die Nordschleuse mit Maschinen- und Steuerhaus sowie die dahinter gelegene Steubenstraße und Columbuskaje zu erkennen. Daran schließen sich der Verbindungshafen, der „Kaiserhafen Drei“ und der „Kaiserhafen Zwei“ an. Dazwischen sind die Einrichtungen der Lloyd Werft Bremerhaven zu sehen.

Bildcode: USASC-16


Luftaufnahme von Kleve und der Schwanenburg nach der totalen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg

Datum: 14. November 2020
Luftaufnahme von Kleve und der Schwanenburg nach der totalen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg

Das Luftbild von Kleve, das gen Westen erstellt wurde, läßt zwischen den Trümmern und Ruinen die Schwanenburg erkennen (Bildmitte oben). Quer durch das Bild erstreckt sich der Spoykanal mit seiner Brücke zwischen dem Spoyufer und der Straße Brücktor. Unten am Bildrand verläuft die Bahnhofstraße; dahinter - kaum auszumachen - erstreckt sich die Grabenstraße. Das markante Gebäude in der Bildmitte, das heute nicht mehr existiert, dürfte ein alter Hochbunker gewesen sein.

Kleve am Niederrhein und seine Außenbezirke waren seit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges mehrfach zum Ziel von Luftangriffen geworden, deren Schäden sich jedoch in Grenzen hielten. Erst die Bombenangriffe im Oktober 1944 und Februar 1945, die gezielt auf die Stadt Kleve geflogen wurden, hatten die bislang verschont gebliebene Stadt in eine Kraterlandschaft verwandelt. Sprengbomben und Brandbomben verwüsteten mehr als 80 Prozent der Altstadt mitsamt seiner Kirchen und der Schwanenburg. Kleve wurde somit stärker zerstört als jede andere deutsche Stadt vergleichbarer Einwohnergröße.

Bildcode: USASC-09


Krefelder Rathaus und Von-der-Leyen-Platz - Aufnahme vom Kirchturm der Stadt- und Pfarrkirche St. Dionysius Krefeld nach dem Zweiten Weltkrieg

Datum: 14. November 2020
Krefelder Rathaus und Von-der-Leyen-Platz - Aufnahme vom Kirchturm der Stadt- und Pfarrkirche St. Dionysius Krefeld nach dem Zweiten Weltkrieg

Während der „Trolley Mission“ sind gewiß mehrere Luftaufnahmen von Krefeld entstanden, allerdings konnte bislang nur ein Luftbild identifiziert werden. Im Zweiten Weltkrieg war Krefeld bereits ab Mai 1940 stark von Angriffen der Britischen Luftwaffe heimgesucht worden. Die schwersten Angriffe fanden im Oktober 1942 und im Juni 1943 statt, bei denen Sprengbomben und Brandbomben große Teile der Innenstadt erheblich zerstört wurden. Weitere Angriffe erfolgten im Dezember 1944 sowie im Januar 1945, deren vorrangiges Ziel jedoch die um Krefeld gelegenen Eisenbahnlinien und Industriestandorte waren.

Die von Markus Lenz konservierte und restaurierte Luftaufnahme konnte über viele Jahre hinweg nicht eindeutig identifiziert werden, da ein Großteil der ehemaligen Gebäude definitiv nicht mehr vorhanden ist und eine Verifizierung mit aktuellen Satellitenbildern oder Luftaufnahmen bislang stets in Leere führte. Doch nach mehrmaliger Luftbildanalyse ist ganz oben rechts in der Luftaufnahme das Portal des Krefelder Rathauses zu erkennen. Es war das ehemalige Stadtpalais der Familie von der Leyen, das an seiner Frontseite von sechs markanten Säulen dominiert wird. Nachdem das Gebäude bereits 1859/1860 zum Rathaus umgebaut und im Jahre 1891 gen Norden sowie in Jahren 1934 bis 1936 gen Süden durch Anbauten erweitert wurde, ist es durch Bombenangriffe im Jahre 1943 bis auf das Portal mit seinen Säulen zerstört worden.

Vom Rathaus bzw. vom Von-der-Leyen-Platz aus erstreckt sich eine kleine Straße, die zur heutigen Sankt-Anton-Straße (quer im Luftbild) führt. Das überaus markante Gebäude in der linken Bildhälfte (Schwambornstraße) existiert nicht mehr; ebenso sind die Trümmer direkt in der Bildmitte heute von Geschäftsbauten der Volksbank Krefeld überbaut worden. Schließlich darf vermutet werden, dass die vorliegende Photographie kein Luftbild ist, sondern vermutlich vom Kirchturm der Stadt- und Pfarrkirche St. Dionysius erstellt worden ist.

Bildcode: USASC-08


Luftaufnahme von Koblenz und seiner Altstadt nach den Weltkriegsbomben

Datum: 14. November 2020
Luftaufnahme von Koblenz und seiner Altstadt nach den Weltkriegsbomben

Auf dem Luftbild ist in der oberen Bildhälfte zunächst der Rhein zu erkennen. Darunter folgt das heutige Konrad-Adenauer-Ufer, wo zugleich die Türme des Preußischen Regierungsgebäudes zu erkennen sind. In der linken Bildmitte befindet sich der heutige Görresplatz, der seinerzeit als „Großer Platz“ oder „Paradeplatz“ bezeichnet wurde. Diagonal durch die untere Bildhälfte ist der Straßenverlauf der Schanzenpforte zu erkennen.

Bildcode: USASC-07


Ausfahrt vom Hauptbahnhof Koblenz in nördlicher Richtung mit Löhrstraße (links), mit Dammstraße (neben den Bahngleisen) und Cusanusstraße (rechts)

Datum: 14. November 2020
Ausfahrt vom Hauptbahnhof Koblenz in nördlicher Richtung mit Löhrstraße (links), mit Dammstraße (neben den Bahngleisen) und Cusanusstraße (rechts)

Die Luftaufnahme zeigt die Stadt Koblenz im Mai 1945 nach den Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg. Zu erkennen sind die Bahngleise, die vom Koblenzer Hauptbahnhof in Richtung Norden (Moselbrücke) verlaufen. Quer durch die untere Bildhälfte verläuft der heutige Moselring, ein Teil der Bundesstraße B 49. Rechts im Bild verläuft die Cusanusstraße, welche die Eisenbahngleise unterquert und in die Karthäuserstraße mündet.

Direkt neben dem Bahndamm verläuft die Dammstraße, damals ein kleiner Feldweg. In der linken Bildhälfte erstreckt sich die Löhrstraße, ganz oben links ist noch ein Teil der der Bahnhofstraße zu erkennen. Koblenz wurde im Zweiten Weltkrieg zu mehr als 80 Prozent zerstört. Insbesondere im Jahre 1944 legten Bomber der britischen Royal Air Force das Stadtzentrum in Schutt und Asche, so dass das historische Stadtbild teilweise verlorenging.

Bildcode: USASC-06


Hamburg und die Ruinen am Eilbeker Weg nach der Operation Gomorrah

Datum: 6. November 2020
Hamburg und die Ruinen am Eilbeker Weg nach der Operation Gomorrah

Die Luftaufnahme zeigt den Eilbeker Weg in Hamburg und stammt aus der Sammlung „World War II Images“ des „San Diego Air & Space Museum“. Nach den verheerenden Luftangriffen auf Hamburg im Rahmen der sogenannten „Operation Gomorrah“ blieben im Stadtgebiet Eilbek nur noch Trümmer und Ruinen übrig. Diagonal durch das Luftbild verläuft der Eilbeker Weg, von wo aus die Rückertstraße (unten), die Seumestraße (mittig) und die Wielandstraße (oben) abzweigen.

Da das Luftbild vom „San Diego Air & Space Museum“ mit dem Hinweis „no known copyright restrictions“ versehen wurde, gilt es als „public domain“ bzw. ist frei von bekannten Nutzungs- und Urheberrechten. Daher können Sie die Luftaufnahme nachstehend direkt herunterladen.

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hamburg-eilbeker-weg-operation-gomorrah-sdasm-archiv.jpg


Eisenbahnbrücke im Stadtbezirk Schildesche von Bielefeld nach den Bombenangriffen am 7. Mai 1945

Datum: 6. November 2020
Eisenbahnbrücke im Stadtbezirk Schildesche von Bielefeld nach den Bombenangriffen am 7. Mai 1945

Die Luftaufnahme zeigt den Schildescher Viadukt im Stadtbezirk Schildesche von Bielefeld am 7. Mai 1945 und stammt aus der Sammlung „World War II Images“ des „San Diego Air & Space Museum“. Der Viadukt wurde einst für die Bahnstrecke Hamm-Minden gebaut und überspannt das Johannisbachtal. Im Zweiten Weltkrieg galt der Viadukt als eine der wichtigsten deutschen Eisenbahnbrücken, so dass er zum Ziel zahlreicher Luftangriffe wurde. Die Eisenbahnbrücke überstand viele Bombardements, wurde jedoch im März 1945 von der Royal Air Force mit sogenannten „Grand-Slam-Bomben“ auf einer Länge von etwa 130 Metern zerstört.

Weil das Luftbild vom „San Diego Air & Space Museum“ mit dem Hinweis „no known copyright restrictions“ versehen wurde, gilt es als „public domain“ bzw. ist frei von bekannten Nutzungs- und Urheberrechten. Daher können Sie die Luftaufnahme nachstehend direkt herunterladen.

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bielefeld-eisenbahn-schildesche-sdasm-archiv.jpg


Den Haag Luftbild Scheveningen am 12. Mai 1945 (Niederlande)

Datum: 3. Oktober 2020
Den Haag Luftbild Scheveningen am 12. Mai 1945 (Niederlande)

Das Luftbild zeigt den Stadtteil Scheveningen von Den Haag in den Niederlanden. Sehr gut zu erkennen ist das Kurhaus am Strand, das im Jahre 1884/1885 erbaut wurde. Das Gebäude diente bis ins Jahr 1969 als zentrales Kurhaus im Seebad Scheveningen, wurde dann jedoch als Steigenberger Hotel bzw. Amrâth Hotel umfunktioniert. Die Luftaufnahme wurde am 12. Mai 1945 mit einer „K-24 Aerial Surveillance Camera“ erstellt, die von der US Air Force im Zweiten Weltkrieg zur Luftbildaufklärung verwendet wurde. Den Haag war während der „Nordroute“ der Trolley Mission der letzte Wegpunkt bzw. Orientierungspunkt für die Piloten auf dem europäischen Festland vor dem Rückflug über den Ärmelkanal nach Großbritannien.

Wie viele andere Orte an der Nordseeküste wurde auch Scheveningen im Jahre 1942 zum Sperrgebiet erklärt. Die deutschen Besatzer befürchteten eine Invasion entlang der Nordseeküste und beschlossen schließlich, den sogenannten „Atlantikwall“ zu bauen, eine Mauer, welche die Alliierten vom Nordkap bis zur französisch-spanischen Grenze aufhalten sollte. Für Scheveningen bedeutete die Ausweisung als Sperrgebiet, dass die unmittelbar an der Küste gelegenen Ortsteile zu verbotenen Gebieten erklärt wurden, so dass Bewohner ihre Häuser zu verlassen hatten. Der Küstenstreifen wurde in eine Verteidigungslinie umgewandelt, Gebäude wurden abgerissen und Schützengräben wurden angelegt. Eine schwere Betonmauer entlang des Boulevards sollte zudem die Invasion alliierter Panzer aufhalten.

Ein besonderes Zeitzeugnis der Situation in Den Haag und Scheveningen ist der niederländische Wochenschau-Kurzfilm mit dem Titel „De Geschonden Residentie“ (Die verwundete Hauptstadt), der am 1. August 1945 im Auftrag der niederländischen Regierung produziert wurde. In diesem Kurzfilm sind die enormen Verwüstungen zu sehen, welche die deutschen Besatzer in Scheveningen angerichtet hatten. In diesem Kurzfilm wird am Ende auch illustriert, wie Arbeiter mit dem Abtragen des Betons, mit der Beseitigung von Barrikaden und mit der Sprengung von Bunkern beginnen.

Videoquelle: Nederlands Instituut voor Beeld en Geluid (Polygoon-Profilti)

Bildcode: HDTM02


Trolley Mission

Die „Trolley Mission“ war eine Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe im Mai 1945, die auch als „Low Level Tour“, als „Low Level Mission“ oder als „Cook‘s Tour“ bezeichnet wurde. Seinerzeit sind Luftbilder erstellt worden, die deutsche Städte nach dem Zweiten Weltkrieg sprichwörtlich zur „Stunde Null“ zeigen.