Betriebsanlagen der Firma Heraeus in Hanau - Luftaufnahme aus dem Zweiten Weltkrieg

Datum: 31. Januar 2021
Betriebsanlagen der Firma Heraeus in Hanau - Luftaufnahme aus dem Zweiten Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg waren für Bombenangriffe in Hanau die Betriebsanlagen der Firma Heraeus für die US Army Air Force und Royal Air Force ein bedeutendes Ziel. Nachdem Heraeus im Bereich der alternativen Edelmetalllegierungen durch Schmelzen metallischer Werkstoffe unter Vakuum (Vakuummetallurgie) einen weltweiten Ruf erlangt hatte, mußte das Unternehmen in den Kriegsjahren seine Fertigung auf rüstungsrelevante Güter umstellen. Damit geriet Heraeus ins Fadenkreuz der Luftangriffe der Alliierten.

Auf der Luftaufnahme ist zu erkennen, wie Fliegerbomben in den Jahren 1944 und 1945 große Teile der Betriebsanlagen fast völlig zerstört haben. Das Bild aus östlicher Richtung, etwa aus Perspektive der heutigen Wilhelm-Rohn-Straße aufgenommen, läßt die beiden Eisenbahngleise erkennen, die das Betriebsgelände von Heraeus im Norden zur Raffineriestraße hin begrenzen. Markant im Hintergrund - ganz oben am Bildrand - ist ein noch heute existierendes Haus an der Kreuzung von Julius-Leber-Straße und Mühltorweg auszumachen, nämlich der Altbau der Psychiatrischen Fachambulanz des Klinikums Hanau. Das nachstehende Vergleichsbild aus „Google Maps“ (3D-Ansicht) zeigt die Ansicht aus dem Jahre 2021.

Bildcode: USASC-26

Betriebsanlagen der Firma Heraeus in Hanau - Luftaufnahme aus dem Zweiten Weltkrieg und heutige Ansicht in Google Maps

Bildquelle: Google Maps


Werksgelände der Firma Heraeus in Hanau - Luftbild aus dem Zweiten Weltkrieg

Datum: 31. Januar 2021
Werksgelände der Firma Heraeus in Hanau - Luftbild aus dem Zweiten Weltkrieg

Ein für die US Army Air Force und Royal Air Force bedeutendes Ziel für Luftangriffe in Hanau war das Werk der Firma Heraeus, das sich südöstlich der Altstadt angesiedelt hatte. Heraeus wurde bereits im Jahre 1851 in Hanau gegründet und hatte im Bereich der alternativen Edelmetalllegierungen durch Schmelzen metallischer Werkstoffe unter Vakuum (Vakuummetallurgie) einen weltweiten Ruf erlangt. Im Zweiten Weltkrieg mußte Heraeus - wie viele andere deutsche Unternehmen - seine Fertigung auf rüstungsrelevante Güter umstellen, so dass die Betriebsanlagen massiv in den Fokus der Bombenangriffe der Alliierten fielen. Bei Luftangriffen in den Jahren 1944 und 1945 wurden die Betriebsanlagen fast völlig zerstört.

Auf dem Luftbild, das aus nordöstlicher Richtung aufgenommen wurde, sind zunächst jene zwei Bahngleise zu sehen, die das Betriebsgelände von Heraeus im Norden umsäumen. Das Flugzeug befand sich während der Aufnahme etwa in Höhe der Raffineriestraße und/oder der dahinter fließenden Kinzig. Die Straße, die sich von oben nach unten durch die komplette rechte Bildhälfte erstreckt, ist die heutige Heraeusstraße.

Bildcode: USASC-26


Reifenfabrik Goodyear Dunlop in Hanau - Luftaufnahme aus dem Zweiten Weltkrieg

Datum: 31. Januar 2021
Reifenfabrik Goodyear Dunlop in Hanau - Luftaufnahme aus dem Zweiten Weltkrieg

Ähnlich wie auf den beiden Luftbildern USASC-04 und USASC-05 ist hier das Werksgelände der Hanauer Reifenfabrik Goodyear Dunlop im Mai 1945 zu sehen. Im Gegensatz zu den beiden genannten Luftaufnahmen ist jenes Bild jedoch aus nordöstlicher Richtung kommend aufgenommen worden. Das Flugzeug befand sich seinerzeit etwa in Höhe der heutigen Bundesstraße B 8.

Bildcode: USASC-21


Hanau und seine nach Fliegerbomben im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörte Altstadt

Datum: 31. Januar 2021
Hanau und seine nach Fliegerbomben im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörte Altstadt

Nachdem die US Army Air Forces (USAAF) im Herbst 1944 zunächst den Bahnhof, das Bahnbetriebswerk und sonstige Eisenbahnanlagen in Hanau mit Fliegerbomben angegriffen hatten, erfolgten am 6. Januar 1945 sowie am 19. März 1945 zwei weitere Luftangriffe der britischen Royal Air Force (RAF). Diese Fliegerbomben hatten zur Folge, dass die Alt- und Neustadt von Hanau völlig zerstört wurde.

So zeigt die Luftaufnahme, dass in der Altstadt nur noch wenige von vormals etwa 450 Häusern standen. Selbst die Identifizierung des Luftbildes fiel aus heutiger Sicht - nach 75 Jahren - schwer, doch zwei markante Gebäude belegen eindeutig, dass es sich um die Hanauer Altstadt handelt. Auf der rechten Bildseite, etwa in der Mitte, ist das Eingangsportal der katholische Stadtpfarrkirche „Mariae Namen“, der ältesten römisch-katholischen Kirche in Hanau zu erkennen. Die Fassadenfront der im Jahre 1850 erbauten Kirche zeichnet sich durch den Wechsel von dunklen und roten Lagen aus Sandstein aus. Nach dem Wiederaufbau im Jahre 1952, der in modernisierter und vereinfachter Form vollzogen wurde, ist das ursprüngliche Streifenmuster nahezu vollständig überbaut worden.

Das zweite markante Gebäude ist das Justizgebäude in der Nußallee, wo das Landgericht und das Amtsgericht seit Oktober 1911 beheimatet sind. Das Justizgebäude in Hanau wurde zwischen den Jahren 1908 bis 1911 gebaut und war das letzte große Justizgebäude, das die preußische Monarchie errichtet hatte. Obgleich das Land- und Amtsgerichtsgebäude ebenso im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde, läßt es sich aufgrund seiner neobarocken Bauform auf der linken Bildseite, etwa in drei Vierteln Höhe, gut erkennen.

Bildcode: USASC-25


Dunlop Pneumatic Tire Company: Werksgelände der Hanauer Reifenfabrik im Mai 1945

Datum: 28. September 2020
Dunlop Pneumatic Tire Company: Werksgelände der Hanauer Reifenfabrik im Mai 1945

Das Luftbild zeigt die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Reifenfabrik von Dunlop. Gut zu erkennen ist der alte Straßenverlauf entlang der Birkenhainer Straße zum Werkstor an der Freigerichtstraße. Ferner ist der alte Wasserturm auszumachen, der auch heute noch auf dem Werksgelände vorhanden ist. Der Standort Hanau war übrigens die erste Auslandsniederlassung des damals als „The Dunlop Pneumatic Tire Company“ firmierenden englischen Reifenherstellers John Boyd Dunlop.

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Goodyear Dunlop Tires Germany: Luftbild der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Reifenfabrik in Hanau

Datum: 28. September 2020
Goodyear Dunlop Tires Germany: Luftbild der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Reifenfabrik in Hanau

Das Luftbild zeigt das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Dunlop-Reifenwerk, das im Jahre 1893 in Hanau eröffnet wurde. Der Standort Hanau war die erste Auslandsniederlassung auf dem europäischen Festland des damals als „The Dunlop Pneumatic Tire Company“ firmierenden englischen Reifenherstellers John Boyd Dunlop. Mitbegründer der damaligen Gesellschaft war übrigens auch der Frankfurter Fahrradfabrikant Heinrich Kleyer.

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Luftaufnahme im Tiefflug über den zerstörten Hauptbahnhof in Hanau im Zweiten Weltkrieg

Datum: 27. September 2020
Luftaufnahme im Tiefflug über den zerstörten Hauptbahnhof in Hanau im Zweiten Weltkrieg

Das Luftbild im Hochformat zeigt das zerstörte Empfangsgebäude des Hanauer Hauptbahnhofes im Mai 1945. Das Flugzeug der „Trolley Mission“, aus welchem die Luftaufnahme erstellt wurde, flog unmittelbar über der heutigen Bundesstraße B43 (Willy-Brandt-Straße) entlang. Ganz abgesehen vom Ausmaß der Zerstörung der Bahnanlagen durch die Bombenangriffe der Alliierten, ist auf dieser Luftbildaufnahme noch sehr gut zu erkennen, dass der (alte) Hanauer Hauptbahnhof bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs noch von der Hanauer Straßenbahn angefahren fahren wurde.

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Der alte Bahnhof „Hanau Ost“ bzw. „Hanau Hauptbahnhof“ im Mai 1945 nach den Luftangriffen der Alliierten

Datum: 27. September 2020
Der alte Bahnhof „Hanau Ost“ bzw. „Hanau Hauptbahnhof“ im Mai 1945 nach den Luftangriffen der Alliierten

Die Luftaufnahme zeigt den Hanauer Hauptbahnhof, wobei im Hintergrund noch die Querung des Mains nach Steinheim über die Steinheimer Mainbrücke zu erkennen ist. Der Bahnhof wurde ursprünglich als „Bahnhof Hanau Ost“ im Mai 1867 eröffnet und als sogenannter „Inselbahnhof“ konstruiert, so dass die Eisenbahn in Richtung Bebra über die nördlichen Bahngleise bzw. die Eisenbahn in Richtung Aschaffenburg über die südlichen Bahngleise zu erreichen war.

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Zerstörte Steinheimer Mainbrücke im Mai 1945 zwischen Hanau und Hanau-Steinheim

Datum: 27. September 2020
Zerstörte Steinheimer Mainbrücke im Mai 1945 zwischen Hanau und Hanau-Steinheim

Das Luftbild zeigt die Steinheimer Mainbrücke, die in den 1940’er Jahren aus zwei parallel liegenden Brücken bestand, um die Hanauer Innenstadt mit dem Stadtteil Hanau-Steinheim zu verbinden. Die Straßenbrücke wurde im Jahre 1873 fertiggestellt. Ab Dezember 1875 wurde der Eisenbahnverkehr über eine weitere, parallel verlaufende Brücke geführt. Die Mainbrücken wurden im Zweiten Weltkrieg jedoch nicht nur Luftangriffe der Alliierten getroffen, sondern im Frühjahr 1945 durch die sich zurückziehenden Truppen der Wehrmacht gesprengt.

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Hanau Luftbild Bahnbetriebswerk Hanau Ost mit Lokschuppen und Wasserturm

Datum: 19. September 2020
Hanau Luftbild Bahnbetriebswerk Hanau Ost mit Lokschuppen und Wasserturm

Am 6. Januar 1945 bombardierten britische Bomber sowohl die Alt- und Neustadt. Wenige Tage vor dem Einmarsch der US-amerikanischen Bodentruppen brachte der Luftangriff am 19. März 1945 schließlich die völlige Zerstörung der Stadt. Bei einem Nachtangriff mit über 230 Flugzeugen wurden weit über 1.200 Tonnen Spreng- und Brandbomben abgeworfen, die einen verheerenden Feuersturm entfachten.

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Trolley Mission

Die „Trolley Mission“ war eine Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe im Mai 1945, die auch als „Low Level Tour“, als „Low Level Mission“ oder als „Cook‘s Tour“ bezeichnet wurde. Seinerzeit sind Luftbilder erstellt worden, die deutsche Städte nach dem Zweiten Weltkrieg sprichwörtlich zur „Stunde Null“ zeigen.