Luftaufnahme von Kleve und der Schwanenburg nach der totalen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg

Datum: 14. November 2020
Luftaufnahme von Kleve und der Schwanenburg nach der totalen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg

Das Luftbild von Kleve, das gen Westen erstellt wurde, läßt zwischen den Trümmern und Ruinen die Schwanenburg erkennen (Bildmitte oben). Quer durch das Bild erstreckt sich der Spoykanal mit seiner Brücke zwischen dem Spoyufer und der Straße Brücktor. Unten am Bildrand verläuft die Bahnhofstraße; dahinter - kaum auszumachen - erstreckt sich die Grabenstraße. Das markante Gebäude in der Bildmitte, das heute nicht mehr existiert, dürfte ein alter Hochbunker gewesen sein.

Kleve am Niederrhein und seine Außenbezirke waren seit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges mehrfach zum Ziel von Luftangriffen geworden, deren Schäden sich jedoch in Grenzen hielten. Erst die Bombenangriffe im Oktober 1944 und Februar 1945, die gezielt auf die Stadt Kleve geflogen wurden, hatten die bislang verschont gebliebene Stadt in eine Kraterlandschaft verwandelt. Sprengbomben und Brandbomben verwüsteten mehr als 80 Prozent der Altstadt mitsamt seiner Kirchen und der Schwanenburg. Kleve wurde somit stärker zerstört als jede andere deutsche Stadt vergleichbarer Einwohnergröße.

Bildcode: USASC-09


Trolley Mission

Die „Trolley Mission“ war eine Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe im Mai 1945, die auch als „Low Level Tour“, als „Low Level Mission“ oder als „Cook‘s Tour“ bezeichnet wurde. Seinerzeit sind Luftbilder erstellt worden, die deutsche Städte nach dem Zweiten Weltkrieg sprichwörtlich zur „Stunde Null“ zeigen.