Fliegerhorst Giebelstadt der Luftwaffe

Veröffentlicht am 16. Januar 2023
Fliegerhorst Giebelstadt der Luftwaffe

Das Luftbild zeigt den Fliegerhorst Giebelstadt im Mai 1945. Die Blickrichtung folgt in Richtung Norden und zeigt ganz unten die heutige Kreisstraße WÜ 46, danach erscheinen ein Hangar auf der rechten Seite sowie der ehemalige Düsentriebwerksprüfstand auf der linken Seite. Daran schließt sich die Start- und Landebahn an. Dort, wo der Hangar stand, befindet sich heute ein Abstellplatz für Segelflugzeuganhänger vom Flugsportclub Giebelstadt.

Der Fliegerhorst wurde im Jahre 1935 erbaut und im Jahre 1936 eröffnet. Die ersten stationierten Flugzeuge waren Bomber des Typs Dornier Do 23, die zum Kampfgeschwader 455 Fliegergruppe Giebelstadt gehörten. Im Juli 1938 kamen Heinkel He 111 Bomber hinzu. Ausgehend vom Flugplatz Giebelstadt wurden im Zweiten Weltkrieg etliche Einsätze an die Front in Frankreich geflogen. Ferner sollen hier unter strenger Geheimhaltung die ersten Versuche mit der düsengetriebenen Messerschmitt Me 262 und der raketengetriebenen Messerschmitt Me 163 durchgeführt worden sein.

Das gesamte Flugfeld in Giebelstadt wurde gegen Kriegsende das Ziel schwerer Bombenangriffe. Die Schäden durch Luftangriffe wurden durch Häftlinge des KZ Flossenbürg beseitigt, so dass der Flugbetrieb fortgeführt werden konnte. Schließlich wurde der Flugplatz durch die US Armee eingenommen und als „Airfield Y.90“ bzw. „ALG Y-90 Giebelstadt“ sowie als Army Airfield und Air Base von der United States Army Air Forces genutzt.

Später wurde der Flugplatz sowohl von US Air Force als auch von der Bundeswehr genutzt. Ab 1981 waren in Giebelstadt Hubschrauberverbände stationiert. In den 1980’er Jahren wurden auf dem Flugplatz sogar Autorennen ausgetragen. In den 1990’er Jahren wurde schließlich auch die zivile Mitbenutzung des Flugplatzes erlaubt.

Ansicht mit Google Maps

Dort, wo der Hangar stand, befindet sich heute ein Abstellplatz für Segelflugzeuganhänger vom Flugsportclub Giebelstadt

Bildcode: USASC-332

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Trolley Mission

Die „Trolley Mission“ war eine damals geheime Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe. Im Mai 1945 sind Luftaufnahmen erstellt worden, die deutsche Städte unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg sprichwörtlich zur „Stunde Null“ zeigen.

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