Frankfurter Altstadt 1945 - Festhalle auf dem Frankfurter Messegelände

Veröffentlicht am 22. Juni 2023
Frankfurter Altstadt 1945 - Festhalle auf dem Frankfurter Messegelände

Das historische Bild zeigt die von Fliegerbomben zerstörte Festhalle in Frankfurt am Main nach dem Zweiten Weltkrieg. Nachdem die Frankfurter Messe zum Ende des 19. Jahrhunderts stets an verschiedenen Orten abgehalten wurde, erkannten die Stadtväter sehr bald, dass eine repräsentative Messehalle benötigt wurde. So wurde mit dem Bau im Juni 1907 begonnen.

Die Fertigstellung des seinerzeit größten Kuppelbaus in Europa fand im Mai 1909 statt. Die Eröffnung wurde in Gegenwart von Kaiser Wilhelm II. gefeiert. Schon sehr bald fanden in der Festhalle u.a. das Deutsche Turnfest und die Internationale Luftfahrtausstellung statt.

Im Zweiten Weltkrieg diente die Halle der Lagerung von Uniformen der Wehrmacht. Im Dezember 1940 entzündeten sich jene Textilien und die Festhalle wurde durch das daraus resultierende Großfeuer stark beschädigt. Ein Bombenangriff beschädigte die Festhalle ein zweites Mal.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Festhalle zunächst provisorisch wieder hergerichtet, lag aber - ähnlich wie die Alte Oper - brach im Stadtgebiet. Im Juni 1985 begann der Umbau der Festhalle in eine moderne Mehrzweck-Messehalle.

Künstlich nachkoloriertes Foto

Das historische Bild zeigt die von Fliegerbomben zerstörte Festhalle in Frankfurt am Main nach dem Zweiten Weltkrieg.

Bildcode: 392BG-206


Es bleibt anzumerken, dass von Markus Lenz noch nicht erschöpfend erforscht worden ist, inwiefern normale Bilder, also Fotos, die nicht aus der Luft, sondern vom Boden aus erstellt worden sind, im Zusammenhang mit der „Trolley Mission“ stehen. Allerdings ist in den Biographien und Berichten der 392. Bomb Group Memorial Association zu lesen, dass es auch sogenannte „Cook‘s Tours“ gab, also Besuche zerstörter deutscher Städte zu Fuß.

Der Name „Cook‘s Tours“ leitet sich vom britischen Tourismus-Pionier Thomas Cook und seinem gleichnamigen Reiseunternehmen ab. So wurden die Besuche zerstörter deutscher Städte - in Analogie zu den bekannten Tourismusangeboten - als eine Art „Sightseeing“, also Besichtigung bzw. Städtetour, aufgefaßt.

Im Archiv der 392. Bomb Group Memorial Association wurden zahlreiche Fotos gefunden, die u.a. Aachen, Köln und Frankfurt am Main nicht aus der Luftperspektive, sondern aus der Bodenperspektive zeigen. Ob es sich um Aufnahmen handelt, die unmittelbar im Mai 1945 erstellt worden sind, bleibt ungeklärt.

Schlußendlich steht jedoch fest, obgleich diese Bilder vermutlich nicht zur „Trolley Mission“ gehören, dass es sich um außergewöhnlich seltene Ansichten von Frankfurt am Main handelt, so dass sie auf diesem Internetportal archiviert werden sollen, um sie der Nachwelt zu erhalten.

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Sind Sie auf der Suche nach zeitgenössischer Literatur und nach Büchern sowie insbesondere Bildbänden, in denen der Zweite Weltkrieg und die Nachkriegszeit fotographisch dokumentiert sind, dann nutzen Sie bitte die Rubrik „Literatur (Bildbände)“; dort sind mehrere Dutzend Autoren und Buchtitel aufgeführt, darunter Literaturquellen über den Luftkrieg bzw. Bombenkrieg in Deutschland.

Trolley Mission

Die „Trolley Mission“ war eine damals geheime Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe. Im Mai 1945 sind Luftaufnahmen erstellt worden, die deutsche Städte unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg sprichwörtlich zur „Stunde Null“ zeigen.

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