Kriegsbilder - US-amerikanische Soldaten im Kölner Dom

Veröffentlicht am 17. August 2023
Kriegsbilder - US-amerikanische Soldaten im Kölner Dom

Bei der Eroberung der Stadt Köln im März 1945 sind von US-amerikanischen Soldaten auch zwei Fotos aus dem Innenraum des Kölner Doms überliefert worden. Während eines der historischen Bilder den Kunstbunker unter dem Nordturm zeigt, ist auf diesem Bild das Ausmaß der Zerstörung zu erkennen.

Obgleich die Grundstruktur des Doms unzählige Bombenangriffe überstanden hatte, war der Innenraum der gotischen Kathedrale trotzdem von massiven Schäden durch Bombentreffer betroffen, beispielsweise waren Gewölbe eingestürzt und Strebepfeiler beschädigt worden. Wie auf dem historischen Bild dokumentiert ist, lagen bergeweise Trümmer im Mittelschiff des Doms.

Nachträglich koloriertes Foto

Bildcode: 392BG194


Wie bereits bei den historischen Fotos von Kassel und Aachen, ist von Markus Lenz noch nicht erschöpfend erforscht worden, inwiefern normale Bilder, also Fotos, die nicht aus der Luft, sondern vom Boden aus erstellt worden sind, im Zusammenhang mit der „Trolley Mission“ stehen. In den Berichten der 392. Bomb Group Memorial Association, aber auch in Jahrbüchern anderer sogenannter „Bomb Groups“, ist zu lesen, dass es auch sogenannte „Cook‘s Tours“ gab, also Besuche zerstörter deutscher Städte zu Fuß.

Der Name „Cook‘s Tours“ leitet sich vom britischen Tourismus-Pionier Thomas Cook und seinem gleichnamigen Reiseunternehmen ab. So wurden die Besuche zerstörter deutscher Städte - in Analogie zu den bekannten Tourismusangeboten - als eine Art „Sightseeing“, also Besichtigung bzw. Städtetour, aufgefaßt.

Während wir bei den historischen Fotos von Aachen feststellen konnten, dass es sich vermutlich um Aufnahmen handelt, welche die „Schlacht um Aachen“ („Battle of Aachen“) im Oktober 1944 dokumentieren, darf bei den vorliegenden Kölner Bildern vermutet werden, dass es sich hier wirklich um Bilder einer „Cook’s Tour“ handelt - zumindest bei jenen Fotos, wo keine Panzer zu sehen sind.

Ein Teil der Kölner Bilder könnte die „Operation Lumberjack“ dokumentieren. Nachdem die letzten Luftangriffe auf Köln am 2. März 1945 den letzten Widerstand vor der Eroberung der Stadt brechen sollten, rückten US-amerikanische Truppen weiter auf Köln vor. Am 5. März 1945 begann die Besetzung des linksrheinischen Teils der Stadt. Am 6. März 1945 sprengte die Wehrmacht die Hohenzollernbrücke, um den Vormarsch der US Armee in den rechtsrheinischen Teil der Stadt zu erschweren. Wenige Tage später wurde schlußendlich auch das rechtsrheinische Köln erobert, so dass Köln am 14. April 1945 vollständig besetzt war.

Obgleich diese Bilder nun also nicht zur „Trolley Mission“ gehören, einige Fotos bei „Cook’s Tours“ entstanden sein könnten und andere Aufnahmen wiederum die „Operation Lumberjack“ dokumentieren, sind darunter so viele außergewöhnlich seltene Ansichten von Köln, dass sie auf diesem Internetportal archiviert werden sollen, um sie der Nachwelt zu erhalten.

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Trolley Mission

Die „Trolley Mission“ war eine damals geheime Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe. Im Mai 1945 sind Luftaufnahmen erstellt worden, die deutsche Städte unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg sprichwörtlich zur „Stunde Null“ zeigen.

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