Gerhard-Fieseler-Werke in Kassel - Luftaufnahme der zerstörten Flugzeugfabrik

Datum: 20. Februar 2022
Gerhard-Fieseler-Werke in Kassel - Luftaufnahme der zerstörten Flugzeugfabrik

Im Gegensatz zur Luftaufnahme mit dem Bildcode USASC-79 (Flugplatz Kassel-Waldau) zeigt dieses Luftbild die Flugzeugfabrik („Fieseler-Werke“), die unweit von den Start- und Landebahnen entfernt war. Bei Fieseler wurden im Zweiten Weltkrieg u.a. das berühmte Kurzstart- und Langsam-Flugzeug Fi 156 („Fieseler Storch“) und sogar der Marschflugkörper V1 gebaut.

Die „Fieseler-Werke“ waren weit im Kasseler Umland ansässig. In den 1930’er Jahren entstand das Werk Nr. 1 in der Lilienthalstraße in Kassel-Bettenhausen, wo die ehemalige Königlich-Preußische Munitionsfabrik genutzt wurde. In Kassel-Lohfelden entstand das Werk Nr. 2, an das heute die Straßenbezeichnung „Am Fieseler Werk“ erinnert. Neben dem Flugplatz Kassel-Waldau entstand das Werk Nr. 3, das auf diesem Bild zu sehen ist. Der Flugplatz lag weiter links im Bild, etwa 300 Meter vom Werk Nr. 3 entfernt.

Die Luftaufnahme wurde vermutlich unmittelbar nach den schweren Luftangriffen im April 1944 aufgenommen und gehört damit nicht zur „Trolley Mission“. Daher dürfte es als „Public Domain“ (gemeinfrei) klassifiziert werden können, d.h. es kann von jedermann genutzt werden.

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kassel-waldau-fieseler-flugzeug-fabrik.jpg


Trolley Mission

Die „Trolley Mission“ war eine damals geheime Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe. Im Mai 1945 sind Luftaufnahmen erstellt worden, die deutsche Städte unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg sprichwörtlich zur „Stunde Null“ zeigen.

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