Entsprechend der Bedeutung der Stadt Hanau als Eisenbahn- und Verkehrsknotenpunkt zeigt die Abbildung den Hanauer Hauptbahnhof in zerstörtem Zustand. Deutlich ist in der unteren Bildhälfte die heutige Westerburgstraße zu erkennen, die über die Gleisanlagen (Brücke) in die heutige Willy-Brandt-Straße mündet. Dampflokomotiven und Züge befinden sich nicht in Fahrt, sondern stehen bedingt durch zerstörte Gleiskörper still an den Bahnsteigen und auf den Abstellgleisen. Obwohl das imposante Bahnhofsgebäude mit Vorplatz die beiden bereits erwähnten schweren Luftangriffe recht unversehrt überstanden hatte, diente es nur bis ins Jahr 1966 als Empfangsgebäude und wurde danach abgerissen bzw. durch ein nördlich der Gleisanlagen liegendes Empfangsgebäude ersetzt.
Das Luftbild entstand bei einem Tiefflug unmittelbar vor der Friedenheimer Brücke, die sich über die Gleisanlagen zwischen Pasing und dem Münchner Hauptbahnhof erstreckt. Die Brücke, die im Jahre 1901 gebaut wurde und im Jahre 1983 vollständig erneuert wurde, verbindet die Stadtteile Neuhausen (links im Bild) und Laim (rechts im Bild).
Das historische Bild bestätigt, dass nach 102 Luftangriffen auf Münster insbesondere die Eisenbahnanlagen ein vorrangiges Ziel der alliierten Bomber waren. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war die Bahnhofsgegend mehr oder weniger total zerstört. Ebenso waren mehr als drei Drittel der Gleisanlagen des Hauptbahnhofs und des benachbarten Güterbahnhofs von der Zerstörung betroffen.