Le Havre in Frankreich nach den Luftangriffen der Alliierten am Ende des Zweiten Weltkriegs

Datum: 10. März 2022
Le Havre in Frankreich nach den Luftangriffen der Alliierten am Ende des Zweiten Weltkriegs

Das Luftbild zeigt Le Havre am Ende des Zweiten Weltkriegs. Auf dem Foto sehen wir die zerstörte Stadt rechts vom Bassin de la Manche. Der Boulevard François 1er verläuft quer durch das Bild. Das Luftbild wurde nachträglich von Markus Lenz, der über die Trolley Mission forscht, koloriert. Le Havre ist eine Gemeinde im Nordwesten Frankreichs und liegt im Département Seine-Maritime in der Region Normandie. Ab dem Frühjahr 1940 besetzten die Wehrmacht Le Havre. Die deutsche Armee errichtete einen Marinestützpunkt als Teil der Vorbereitungen für die Invasion des Vereinigten Königreichs.

Le Havre wird im Laufe des Krieges von den Alliierten 132 geplanten Bombenangriffen ausgesetzt. Le Havre wird im Juni 1944 von der britischen Luftwaffe erstmals bombardiert. Die größten Zerstörungen ereigneten sich jedoch im September 1944, als britische Flugzeuge das Stadtzentrum und den Hafen bombardierten, um die deutschen Besatzer zu schwächen. Die Angriffe im September 1944 auf das Zentrum von Le Havre sollten Angst und Verwirrung stiften - sie erreichten jedoch das Gegenteil. Innerhalb von sieben Tagen flogen die Bomber der Royal Air Force etwas mehr als 2.000 Einsätze über Le Havre und warfen etwa 10.000 Tonnen Bomben ab. Die Bilanz der Bombenangriffe war verheerend: Die Stadt wurde dem Erdboden gleichgemacht. Der Hafen wurde ebenfalls verwüstet und etwa 350 Wracks lagen auf dem Meeresgrund.

Originale Schwarzweiß-Luftaufnahme

Le Havre in der Normandie in Frankreich (Zweiter Weltkrieg)

Bildcode: USASC-144


Trolley Mission

Die „Trolley Mission“ war eine damals geheime Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe. Im Mai 1945 sind Luftaufnahmen erstellt worden, die deutsche Städte unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg sprichwörtlich zur „Stunde Null“ zeigen.

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