Historisches Luftbild von Hamm mit Hauptbahnhof und Eisenbahn-Gleisen am Schwarzen Weg

Datum: 18. Juli 2021
Historisches Luftbild von Hamm mit Hauptbahnhof und Eisenbahn-Gleisen am Schwarzen Weg

Die Luftaufnahme wurde während der Flüge der „Trolley Mission“ unmittelbar über dem Hauptbahnhof in Hamm erstellt. Auf der rechten Bildseite sind die Gleisanlagen in südlicher Richtung zu sehen, die wenig später zum großen Rangierbahnhof Hamm führen. Ganz unten im Bild ist ein Teil des alten Bahnhofsvorplatzes zu erkennen, der heute als Willy-Brandt-Platz bzw. Platz der Deutschen Einheit bezeichnet wird. Etwa in der Bildmitte - auf der linken Seite der Bahngleise - verläuft damals wie heute der Schwarze Weg.

Ob es sich bei dem markanten Gebäude (siehe nachstehenden Bildausschnitt) um eine ehemalige Kirche oder eventuell um einen Hochbunker handelt, konnte im Juli 2021 abschließend von Herrn Edgar Faust beantwortet werden: Es handelte sich dabei um einen Wasserturm für den Bahnhof Hamm. Das Gebäude wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wieder instandgesetzt und wurde in letzter Verwendung als Übergangslösung für die Verwaltung des Betriebsstandortes Hamm der Deutschen Bahn AG genutzt. Heute ist von dem ehemaligen Wasserturm nichts mehr übrig, da er mittlerweile abgerissen wurde.

Unbekanntes Gebäude - vermutlich Kirche - in Hamm am Schwarzen Weg in der Nähe vom Hauptbahnhof

Unabhängig davon, dass das Ruhrgebiet im Zweiten Weltkrieg ohnehin ein häufig angegriffenes Ziel britischer (RAF) und US-amerikanischer (USAAF) Bomberverbände war, wurde die Stadt Hamm bei den Großangriffen im Dezember 1944 aus der Luft schwer getroffen. Häuser, Gebäude, Bahnhöfe sowie zahlreiche Industrieanlagen waren zu Zweidritteln zerstört. Hamm war bei Kriegsende eine der am stärksten zerstörten Städte in Westfalen.

Bildcode: USASC-13


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Trolley Mission

Die „Trolley Mission“ war eine damals geheime Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe. Im Mai 1945 sind Luftaufnahmen erstellt worden, die deutsche Städte unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg sprichwörtlich zur „Stunde Null“ zeigen.

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