Flugplatz Mendig - Fliegerhorst im Zweiten Weltkrieg

Veröffentlicht am 27. Dezember 2022
Flugplatz Mendig - Fliegerhorst im Zweiten Weltkrieg

Das Luftbild zeigt den ehemaligen Fliegerhorst in Niedermendig bzw. den Flugplatz Mendig. Bereits im August 1914 wurde südlich von Mendig ein militärischer Feldflugplatz eingerichtet. Doch erst nach der Remilitarisierung des Rheinlandes begannen zum Ende der 1930’er Jahre die Planungen für die Errichtung eines Fliegerhorstes für die Luftwaffe. Bedingt durch den Zweiten Weltkrieg entstanden nur behelfsmäßige Unterkünfte sowie eine Grasbahn für Starts und Landungen.

Am 9. März 1945 besetzten amerikanische Truppen den Flugplatz und nannten ihn Airfield Y-62. Nur wenige Wochen später wurde der Fliegerhorst an die französischen Besatzungstruppen übergeben. Im Jahre 1957 wurde die französische „Base Aérienne 137 Coblence-Niedermendig“ von den französischen Streitkräften an die neu gebildete Heeresfliegertruppe der Bundeswehr übergeben.

Im Laufe der Jahre haben sich das Gelände sowie seine Bebauung extrem verändert. Auch die Geländegrenzen haben andere Verläufe angenommen. Gut zu erkennen ist der Verlauf der ehemaligen Landstraße, die nun Teil des Flugplatzes ist. Als Ersatz wurde die Landstraße L120 „Am alten Fort“ gebaut. Ein Gebäude scheint jedoch die Zeit überstanden zu haben, nämlich die Baracke, die heute von der Sportfluggruppe Mendig e.V. als Fliegerklause genutzt wird.

Google Maps Ausschnitt

Vergleich 1945 und 2022 - Flugplatz Mendig

Quelle: Google Maps

Nachkolorierte Luftaufnahme

Nachkolorierte Luftaufnahme Fliegerhorst Mendig

Bildcode: USASC-327


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Trolley Mission

Die „Trolley Mission“ war eine damals geheime Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe. Im Mai 1945 sind Luftaufnahmen erstellt worden, die deutsche Städte unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg sprichwörtlich zur „Stunde Null“ zeigen.

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