Deutzer Hängebrücke und Kirche Groß Sankt Martin in Köln

Datum: 20. April 2022
Deutzer Hängebrücke und Kirche Groß Sankt Martin in Köln

Die Luftaufnahme aus dem Zweiten Weltkrieg zeigt im Vordergrund die völlig zerstörte Kirche Groß Sankt Martin sowie die unmittelbar dahinter verlaufende Deutzer Hängebrücke über den Rhein.

Die Kirche Groß Sankt Martin ist eine der zwölf großen romanischen Kirchen in Köln gewesen, die in der Altstadt stehend eines der markantesten Wahrzeichen im linksrheinischen Stadtpanorama ausmacht. Durch zahlreiche Luftangriffe und einen Volltreffer wurde die Kirche erheblich zerstört, so dass im Jahre 1945 nur noch die Seitenwände des Langhauses übriggeblieben sind. Obgleich bereits im Jahre 1948 die ersten Wiederaufbau- und Sicherungsarbeiten begannen, erstreckte sich der Wiederherstellungsprozeß auf über 40 Jahre! Erst im Januar 1985, nachdem die Fußböden sowie die Bodenmosaike und die Innenausstattung restauriert worden waren, wurde die Kirche erstmals wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die über den Rhein verlaufende Deutzer Hängebrücke, die im Jahre 1935 den Namen „Hindenburgbrücke“ erhielt, brach im Februar 1945 unter der Last von Flüchtlingen und Militärfahrzeugen plötzlich zusammen. Wie viele Opfer dieses Unglück forderte, konnte aufgrund der Kriegswirren nie festgestellt werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Deutzer Brücke neu errichtet und mit einer Länge von über 430 Metern im Oktober 1948 eingeweiht.

Originale Schwarzweiß-Aufnahme

Köln nach dem Krieg - Deutzer Hängebrücke und Kirche Groß Sankt Martin

Bildcode: USASC-225


Trolley Mission

Die „Trolley Mission“ war eine damals geheime Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe. Im Mai 1945 sind Luftaufnahmen erstellt worden, die deutsche Städte unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg sprichwörtlich zur „Stunde Null“ zeigen.

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