Bahnbetriebswerk Rheine - Luftaufnahme nach dem Zweiten Weltkrieg

Datum: 1. Mai 2022
Bahnbetriebswerk Rheine - Luftaufnahme nach dem Zweiten Weltkrieg

Das Luftbild zeigt die nach dem Zweiten Weltkrieg zerstörten Dampfloks und Gebäude im Bahnbetriebswerk Rheine, insbesondere den großen Ringlokschuppen, die davor liegende Drehscheibe und Bekohlungsanlage. Das Bahnbetriebswerk, zu dem auch ein großer Rangierbahnhof gehörte, wurde im Zeitraum von 1911 und 1919 im Stadtteil Rheine-Hauenhorst am Ende der heutigen Hovekampstraße gebaut.

Nach Kriegsende mußten die Trümmer von 1.000 Güterwagen, 100 Personenwagen und 50 Lokomotiven beseitigt werden, bevor die Ausbesserungsarbeiten an Gleisen durchgeführt werden konnten. Erst zur Mitte der 1950’er Jahre konnte wieder der Normalbetrieb aufgenommen werden. Beginnend mit der Umstellung von kohlegefeuerten auf ölgefeuerte Dampflokomotiven und schließlich mit der Einführung von Diesellokomotiven und spätestens mit der Elektrifizierung der Bahnstrecken verlor das Bahnbetriebswerk zusehends an Bedeutung.

So wurden nach der Außerdienststellung der Dampfloks zahlreiche Lokomotiven im Bahnbetriebswerk abgestellt, die entweder verkauft oder verschrottet werden sollten. Zu Beginn der 1980’er Jahre sind zahlreiche Gleise und und die Drehscheibe entfernt worden. 1983 wurde schließlich auch das Bahnbetriebswerk aufgelöst. Auch der große Rangierbahnhof wurde im Jahre 1993 stillgelegt und abgebrochen.

Künstlich nachkolorierte Luftaufnahme

Bahnbetriebswerk Rheine - Luftaufnahme in Farbe nach dem Zweiten Weltkrieg

Bildcode: USASC-277


Trolley Mission

Die „Trolley Mission“ war eine damals geheime Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe. Im Mai 1945 sind Luftaufnahmen erstellt worden, die deutsche Städte unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg sprichwörtlich zur „Stunde Null“ zeigen.

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