Das historische Luftbild zeigt das Schloss Garath, ein Ende des 13. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähntes Anwesen im gleichnamigen Düsseldorfer Stadtteil Garath. Die Bezeichnung „Schloss Garath“ ist erst seit dem 20. Jahrhundert gebräuchlich, vorher sprach man vom „Rittersitz Garath“ oder „Haus Garath“.
Das alte Schloss entstand auf Geheiß derer von Velbrück zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert. Den Schlosspark entwarf im 18. Jahrhundert Nicolas de Pigage, der auch Architekt des Benrather Schlosses war. Nach den Grafen von Velbrück waren die Freiherren von Kylmann Eigentümer des Anwesens. Anfang des 19. Jahrhunderts ging das Schloss an die Freiherren Raitz von Frentz.
Das alte Schloss wurde Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen, nachdem Alhard von Burgsdorff, Enkel des Industriellen Gustav Poensgen, das Gut von Freiherr Raitz von Frentz erworben hatte. Anschließend ließ er in den Jahren 1912/1913 an derselben Stelle das heutige Schloss Garath nach Plänen des Architekten Max Wöhler errichten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bezogen britische Truppen das Schloss. Dies dürfte der Grund sein, warum Schloss Garath im Rahmen der Trolley-Mission-Flüge überhaupt aus der Luft fotografiert worden ist. Bis in den 1950er Jahre verblieb es im Besitz der britischen Regierung, bis die Bundesrepublik Deutschland aufkaufte und der Deutschen Bundespost übergab. Im April 1978 erwarb die Stadt Düsseldorf das Schloss von der Deutschen Bundespost und nutzte es vorrangig für kulturelle Veranstaltungen. Im Jahre 2022 erwarb der Düsseldorfer Unternehmer Shukry Na’amnieh das Schloss, das heute als Standort mehrerer Unternehmen genutzt wird.
Das Luftbild wurde von Herrn Ronald A. Weber aus Brühl identifiziert - vielen Dank!

Quelle: Google Maps
Anmerkung zur TMEP-Bildserie
Dieses Luftbild und alle anderen Luftaufnahmen mit dem Bildcode „TMEP“ stammen aus dem Nachlass eines US-amerikanischen Soldaten, der in seiner Veteranenvereinigung über Jahrzehnte hinweg Fotos und Negative seiner Kriegskameraden gesammelt hat. Leider ist dieser Nachlass über die letzten 70 Jahre völlig falsch eingelagert gewesen: Feuchtigkeit, Schimmelbefall, Licht und Hitze haben zu unwiderruflichen Schäden am Bildmaterial geführt, so dass die moderne, elektronische Bildbearbeitung leider auch keine gute Bildqualität mehr generieren konnte.
Da es sich jedoch eindeutig um Luftaufnahmen handelt, die im Rahmen der „Trolley Mission“ im Jahre 1945 entstanden sind, sollen die geretteten Digitalbilder trotz der Qualitätsprobleme auf dieser Internetseite archiviert werden. Weil weder Fotograf noch Urheber der Luftbilder bekannt sind und heute auch nicht mehr rückwirkend ermittelt werden können, werden die Luftbildaufnahmen als „Public Domain“ bzw. als „gemeinfrei“ kostenlos zur freien Verwendung zum Herunterladen angeboten. Bitte berücksichtigen Sie, dass eine größere, bessere Bildauflösung aufgrund der Bildmängel nicht möglich.
Download
▶ TMEP-055.jpg
Bildcode: TMEP-055
Privatleute, Stadtarchive sowie Unternehmen können dieses Luftbild und alle anderen Luftaufnahmen der „Trolley Mission“ in der vollen Bildauflösung ohne Kopierschutz und ohne Wasserzeichen lizensieren lassen. Mit einer Nutzungslizenz können die Luftbilder in Büchern, in Zeitschriften, in Fernsehdokumentationen, in Ausstellungen sowie in sonstigen Online-/Offline-Veröffentlichungen verwendet werden. Sie erhalten Digitalbilder in den Formaten JPEG und TIFF in der größtmöglichen Bildqualität mit authentischer Provenienz der Bilder. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Rubrik „Download“.
Sind Sie auf der Suche nach zeitgenössischer Literatur und nach Büchern sowie insbesondere Bildbänden, in denen der Zweite Weltkrieg und die Nachkriegszeit fotographisch dokumentiert sind, dann nutzen Sie bitte die Rubrik „Literatur (Bildbände)“; dort sind mehrere Dutzend Autoren und Buchtitel aufgeführt, darunter Literaturquellen über den Luftkrieg bzw. Bombenkrieg in Deutschland.