Luftaufnahme Rangierbahnhof Oberhausen-Osterfeld und Zeche Vondern mit Kriegsgefangenenlager

Veröffentlicht am 24. März 2026
Luftaufnahme Rangierbahnhof Oberhausen-Osterfeld und Zeche Vondern mit Kriegsgefangenenlager

Auf dem Luftbild ist der Rangierbahnhof Oberhausen-Osterfeld zu erkennen. Ganz links oben im Bild erstreckt sich damals wie heute die Vonderbergstraße, die noch zu Bottrop gehört, und später in die Hochstraße überführt, die dann bereits zu Oberhausen zählt. Dort befinden sich auch noch heute die Signalbrücke an den Gleisen sowie das Stellwerk Bro.

Etwas über der Bildmitte sind die Umrisse der Burg Vondern auszumachen. Von dort aus verläuft die Arminstraße sowohl nach oben als auch nach unten. Verfolgt man die Arminstraße zunächst nach unten, fällt eine Siedlung bestehend aus zahlreichen Wohnhäusern auf. Dabei handelt es sich um eine Bergarbeitersiedlung, die im Auftrag der Gutehoffnungshütte ab dem Jahre 1906 als Gartenstadt nach englischem Muster erbaut worden war. Heute liegen hier die Schloßstraße und Glückaufstraße sowie Arminstraße.

Verfolgt man der Arminstraße nach oben, ist dort vermutlich die ehemalige Zeche Vondern zu erkennen, die seinerzeit zum Aktienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb („Gutehoffnungshütte“) gehörte. In unmittelbarer Nähe sind Baracken für Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter zu erkennen. Aufgrund fehlender historischer Ortskenntnisse konnte bislang nicht verifiziert werden, ob es sich hier um das sogenannte „Russenlager“ in Osterfeld handelte. Heute ist von der Zeche Vondern kein Gebäude mehr erhalten. Über das Areal zwischen der Breilstraße und der Einbleckstraße verläuft seit dem 1. August des Jahres 1974 die Autobahn A 42. Schließlich kann noch ganz rechts oben im historischen Luftbild der Rhein-Herne-Kanal erspäht werden, wo die zerstörte Kanalbrücke an der Einbleckstraße zu erkennen ist.

Das Luftbild wurde von Herrn Michael Schmitz identifiziert – vielen Dank!

Heutige Ansicht

Rangierbahnhof Oberhausen-Osterfeld

Quelle: Google Maps

Bildcode: 385BG034

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Trolley Mission

Die „Trolley Mission“ war eine damals geheime Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe. Im Mai 1945 sind Luftaufnahmen erstellt worden, die deutsche Städte unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg sprichwörtlich zur „Stunde Null“ zeigen.

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