Das historische Luftbild wurde aus so geringer Flughöhe erstellt, dass ein tiefer Einblick in die Kölner Südstadt über beide Rheinuferseiten hinweg möglich ist. In der Bildmitte ist zunächst die total zerstörte Deutzer Brücke zu erkennen. Sie wurde im Zeitraum von 1913 bis 1915 als „Deutzer Hängebrücke“ errichtet und später nach dem Reichspräsidenten Paul von Hindenburg als „Hindenburgbrücke“ bezeichnet.
Entgegen der Vermutung, dass die Brücke durch Luftangriffe zerstört worden sei, fiel sie im Februar 1945 durch die übermäßige Belastung von Flüchtlingen und Militärfahrzeugen zusammen. Möglicherweise hatte man die hohen Druckkräfte im Fahrbahnträger unterschätzt. Wie viele Opfer dieses Unglück am helllichten Tage forderte, konnte aufgrund der Kriegswirren nie festgestellt werden.
Im Vordergrund sind die alte Großmarkthalle und der Kölner Heumarkt zu sehen. Für den Bau der als Obst- und Gemüsemarkt dienenden Markthalle mussten ab dem Jahre 1903 knapp 70 Wohnhäuser am damaligen Thurnmarkt weichen. Die mit großen Glasfenstern versehene dreischiffigen Markthalle wurde im November 1904 eröffnet. Der neue Großmarkt verfügte über eigene Gleisanschlüsse an die Eisenbahn sowie an die damalige Straßen- bzw. Pferdebahn. Der neue Kölner Großmarkt wurde jedoch nur bis Juli 1940 genutzt und anschließend nach Köln-Raderberg verlegt.
Von der alten Großmarkthalle ausgehend verläuft die Straße „An der Malzmühle“ und stößt am unteren Bildrand auf den zum Rhein verlaufenden „Filzgraben“. Fast keines der damaligen Gebäude hat den Zweiten Weltkrieg überstanden. Auch die immerhin älteste evangelische Kirche im linksrheinischen Köln, nämlich die Trinitatiskirche, liegt in Trümmern. Der Bau begann mit der Grundsteinlegung im Jahre 1857. Im Jahre 1860 wurde die Kirche eingeweiht. Im Jahre 1943 wurde die Kirche bei einem Luftangriff fast vollständig zerstört.
Die historische Luftaufnahme erlaubt sogar den Blick über den Rhein, so dass auf der linken Seite zunächst das Gebäudeensemble der Rheinhallen zu erkennen ist, wo der Fernsehsender RTL Deutschland heute seinen Sitz hat. Davor ist die Hohenzollernbrücke auf dem Köln-Deutzer Rheinufer zu erkennen. Etwas weiter hinten sind entlang der alten, ehemaligen Elberfelder Straße diverse Ausstellungshallen der Kölner Messe zu erkennen.
Am Rheinufer, heute Rheinboulevard bzw. Kennedy-Ufer genannt, sind die Trümmer der Abtei Deutz mit der Klosterkirche Alt St. Heribert zu sehen. Das Benediktinerkloster wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, so dass nur das Erdgeschoss und Teile des Gewölbekellers erhalten blieben. In den 1970er Jahren wurde das Gebäude wieder aufgebaut und dient heute als Senioreneinrichtung der Caritas.

Quelle: Google Maps
Bildcode: 385BG028
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