Luftbild der Jägerstraße kurz vor dem alten Kopfbahnhof bzw. Hauptbahnhof in Ludwigshafen am Rhein

Datum: 12. November 2019
Luftbild der Jägerstraße kurz vor dem alten Kopfbahnhof bzw. Hauptbahnhof in Ludwigshafen am Rhein

Die Luftaufnahme zeigt ein zunächst unspektakuläres Motiv, das heute in Ludwigshafen am Rhein überhaupt nicht mehr wiederzuerkennen ist. Zu sehen ist das ehemalige Gleisvorfeld des alten Hauptbahnhofes auf Höhe der Jägerstraße. Die Jägerstraße steigt leicht an und mündet dann auf eine ehemalige Brücke, die wiederum über die Gleisanlagen auf die gegenüberliegende Seite, etwa in Höhe der Denisstraße, führt.

Spektakulär erscheint das Luftbild erst im Vergleich zur heutigen Zeit, denn im Rahmen städtebaulicher Maßnahmen ab Ende der 1960‘er Jahre wurden die Gleisanlagen und der Kopfbahnhof Ludwighafen (Rhein) Hauptbahnhof komplett verlegt. Mit dem Freiwerden des Bahngeländes entstand ein völlig neues Stadtquartier, auf dem heute das Rathaus mit Einkaufszentrum angesiedelt ist (vgl. „Google Maps“).

Das Gebäude, das auf dem Luftbild der Trolley Mission zu sehen ist, hatte vor dem Krieg ursprünglich an den beiden Giebelseiten zwei hohe Anbauten. Bislang konnte weder recherchiert werden, um welches Gebäude es sich einst handelte noch ermittelt werden, warum die Giebelseiten noch vor dem Krieg abgerissen wurden. Eventuell können ältere Ludwigshafener Einwohner möglicherweise weitere Informationen liefern.

Bildcode: 392BG107

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Château des Brides bzw. Kasteel De Breidels nahe der Gemeinde Oostkamp (Belgien)

Datum: 6. November 2019
Château des Brides bzw. Kasteel De Breidels nahe der Gemeinde Oostkamp (Belgien)

Entweder auf dem Hinflug oder auf dem Rückflug wurden während der Trolley Mission auch zahlreiche Luftbilder von Belgien erstellt. Darunter konnte im Archiv endlich auch eine Luftaufnahme identifiziert werden, die das „Château des Brides“ (französisch) bzw. „Kasteel De Breidels“ (niederländisch) im Mai 1945 zeigt.

Das Schloß liegt in einem Waldgebiet im Süden von Oostkamp, westlich der Kortrijksestraat. Von der Hauptstraße aus ist mit „Google-Street-View“ das ehemalige neugotische Hausmeisterhaus oder Kutscherhaus zu erkennen; von dort erstreckt sich eine lange Allee bis zum Herrschaftssitz der Familie Peers de Nieuwburgh. Obgleich es sich nur um eines von über 400 Luftbilder der Trolley Mission handelt, ist doch die Geschichte dieses belgischen Schlosses interessant.

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Hamburg Luftbild Rothenburgsort mit Entenwerder Zollhafen und Elbbrücken

Datum: 28. Oktober 2019
Hamburg Luftbild Rothenburgsort mit Entenwerder Zollhafen und Elbbrücken

Auf dem Bild sind der Entenwerder Zollhafen, die Elbe und die Elbbrücke zu sehen. Ferner lassen sich der Peute-Hafen und der Peuter-Kanal im Hamburger Ortsteil Rothenburgsort erkennen. Das Luftbild wurde von Herrn Klaus Pinker und Lars Vaupel identifiziert - vielen Dank!

Bildcode: 392BG028 + 392BG036

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Das internationale Flughandbuch, ein Nachschlagewerk der Zivil- und Handelsluftfahrt mit Flughäfen und Kartenmaterial in alphabetischer Reihenfolge

Datum: 23. Oktober 2019
Das internationale Flughandbuch, ein Nachschlagewerk der Zivil- und Handelsluftfahrt mit Flughäfen und Kartenmaterial in alphabetischer Reihenfolge

Während der Trolley Mission wurden auch Flugplätze und Flugfelder im ehemaligen Deutschen Reich photographiert, die zuvor von den alliierten Luftstreitkräften mit einem Bombenteppich übersäht worden waren. Heute existieren diese Flughäfen nicht mehr. Ebenso wird in den wenigen US-amerikanischen sowie britischen Dokumenten zur Trolley Mission von Militärflugplätzen in Großbritannien berichtet, von wo aus die Alliierten ihre Bombenangriffe gestartet haben. Auch viele dieser englischen Flugfelder existieren heute nicht mehr.

Daher kann es zur Recherche hilfreich sein, eine Quelle aus den 1930’er Jahren zur Hand zu haben, in denen die Lage der damals vorhandenen Flughäfen und Landeplätze detailliert beschrieben wird. Ein solches Hilfsmittel ist das „Internationale Flughandbuch“, das im Jahre 1931 in deutscher, englischer und französischer Sprache erschienen ist. Auf 440 Seiten wird über alle weltweit bekannten Flughäfen und Flugplätze informiert. Jeder große Verkehrsflughafen, aber auch jeder noch so kleine Landeplatz wird detailliert beschrieben. In den meisten Fällen gehört zu dieser Beschreibung auch eine historische Sichtanflugkarte bzw. Flugplatzkarte mit Hinweis auf die entsprechenden Koordinaten, auf Funkfrequenzen sowie auf besondere geographische Hindernisse.

Internationales Flughandbuch
Vollständiges Nachschlagewerk der Zivil- und Handelsluftfahrt
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Guide Aéronautique International
Documentation complète sur l'aviation civile et commerciale
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Nachstehend sind Auszüge aus dem Flughandbuch abgedruckt, u.a. Berlin-Staaken, Berlin-Tempelhof, Braunschweig sowie Mannheim.

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Luftbild einer Flak-Stellung bei Osnabrück (Flugabwehrkanone)

Datum: 23. Oktober 2019
Luftbild einer Flak-Stellung bei Osnabrück (Flugabwehrkanone)

Das Bild zeigt eine Flak-Stellung mit Flugabwehrkanonen bei Osnabrück. Den genauen Standort konnte Herr Matthias Kloß ermitteln: Es handelt sich um die Flak-Stellung “Hellern” an der Rheiner Landstraße. Heute ist die Landschaft kaum noch wiederzuerkennen, jedoch stehen die drei Häuser im Hintergrund noch am Rand der ursprünglichen Straße; ebenso sind die Hochspannungsmasten, der kleine Wald und der Bachlauf auch heute noch vorhanden. Wer heute die alte Flak-Stellung aufsuchen möchte, kann sich unmittelbar am großen Werbemast der Firma IKEA orientieren.

Bildcode: 306BG24

Vergleichbild:

Flak-Stellung “Hellern” an der Rheiner Landstraße in Osnabrück

Quelle: Google Earth


Luftbild von Hamburg und Hafen am 12. Mai 1945 - Luftbildserie 19/19 der US Air Force

Datum: 19. September 2019
Luftbild von Hamburg und Hafen am 12. Mai 1945 - Luftbildserie 19/19 der US Air Force

Luftbildserie Hamburg 19/19. Dieses Luftbild von Hamburg sowie vom Hamburger Hafen wurde am 12. Mai 1945 mit einer „K-24 Aerial Surveillance Camera“, einer professionellen Mittelformatkamera, die von der US Air Force im Krieg zur Luftbildaufklärung verwendet wurde, erstellt. Das Foto ist Bestandteil einer Luftbildserie, die insgesamt aus 19 Luftbildern besteht.

Herr Uwe Rohwedder ergänzt folgende Informationen zu diesem Luftbild:
Stadtteil Hamm, Blickrichtung nach Osten mit Hammer Park und Stadion in der Bildmitte – davor der Hammer Steindamm von rechts unten nach links oben verlaufend, kreuzend die Sievekingsallee von links unten nach rechts oben – direkt an der Kreuzung der markante Dreiflügelbau des Kirchenpauer-Gymnasiums (heute: Norddeutsche Akademie für Finanzen und Steuern) – im Hintergrund der Horner Kreisel und von dort nach oben auslaufend die Reichsautobahn nach Lübeck (heute A 24 nach Berlin).

Bildcode: HDHH-19

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LUBIHH19.jpg


Berichte aus dem Führerhauptquartier über den Verlauf des Zweiten Weltkrieges vom Deutschen Nachrichtenbüro im Dritten Reich

Datum: 18. September 2019
Berichte aus dem Führerhauptquartier über den Verlauf des Zweiten Weltkrieges vom Deutschen Nachrichtenbüro im Dritten Reich

In der Beschreibung vieler Luftbilder, die während der Trolley Mission entstanden sind, ist häufig zu lesen, dass Bauwerke oder Gebäude nicht immer durch Bombenangriffe der Alliierten zerstört worden sind, sondern von der sich zurückziehenden Wehrmacht bewußt gesprengt wurden. Eine zitierfähige Quelle für diese Angaben sind u.a. die Berichte aus dem Führerhauptquartier, die seinerzeit vom Deutschen Nachrichtenbüro (DNB) publiziert wurden. Das Deutsche Nachrichtenbüro war die offizielle Presseagentur des Deutschen Reichs zur Zeit des Nationalsozialismus.

Eine Zeitschrift, in welcher sämtliche Berichte des Oberkommando der Wehrmacht (OKW), des Oberkommando des Heeres (OKH), des Oberkommando der Marine (OKM) und des Oberkommando der Luftwaffe (OKL) abgedruckt wurden, ist die „Zeitschrift Flugsport“, die von Oskar Ursinus herausgegeben wurde. Für Leser, die sich nicht nur über die Trolley Mission informieren möchten, sondern auch über Berichte der Wehrmacht sowie Luftwaffe und darüber hinaus zeitgenössische Reportagen über die Luftfahrzeuge der Alliierten recherchieren möchten, bietet die „Zeitschrift Flugsport“ ein unerschöpfliches Repertoire an Bild- und Textmaterial. Sämtliche Jahrgänge dieser Zeitschrift, durchgehend vom Jahrgang 1909 bis 1944, können auf der Internetseite https://www.technische-literatur.de heruntergeladen werden.

Exemplarisch ist nachstehend ein Auszug aus dem Kapitel „Flug-Rundschau“ mit den Abschnitten „Ausland“ und „Luftwaffe“ der Zeitschrift Flugsport, Ausgabe 1/1944, Band 36, S. 7-14 abgedruckt.

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Zentralbahnhof bzw. Hauptbahnhof in Münster - Luftbild aus dem Mai 1945

Datum: 18. September 2019
Zentralbahnhof bzw. Hauptbahnhof in Münster - Luftbild aus dem Mai 1945

Das Luftbild zeigt den ehemaligen Zentralbahnhof und die Bahnsteige in Münster. Der seinerzeit als „Zentralbahnhof“ erbaute Hauptbahnhof in Münster wurde am 1. Oktober 1890 eingeweiht. Weil sich das Verkehrsaufkommen bis in die 1920’er Jahre um ein Vielfaches erhöht hatte, wurde nicht nur ein weiterer Bahnsteig notwendig, sondern es erfolgte in den Jahren 1928 bis 1930 auch der vollständige Umbau des Bahnhofsgebäudes zu einem repräsentativen Gebäude.

Im Zweiten Weltkrieg waren bei weit über 100 Luftangriffen auf Münster auch die Eisenbahnanlagen das primäre Ziel der alliierten Bomber. So wurde im Jahre 1941/1942 unter dem Hauptbahnhof ein für 2.000 Personen ausgelegter Tiefbunker geschaffen, der im Jahre 1945 teilweise bombardiert wurde; ferner wurden zwei Drittel der Gleisanlagen zerstört. Auch das Bahnhofsgebäude wurde vollständig zerstört. Anzumerken bleibt, dass der Tiefbunker heute noch besteht und während des Kalten Krieges atombombensicher ausgebaut wurde. Zumindest ein Zugang befindet sich im Keller des ehemaligen Bundesbahngebäudes.

Bildcode: 44BG11

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TROLLEY-MISSION-44BG11.jpg


Münster im Krieg - Luftbild von Erbdrostenhof und Clemenskirche sowie St. Servatii-Kirche in Trümmern

Datum: 18. September 2019
Münster im Krieg - Luftbild von Erbdrostenhof und Clemenskirche sowie St. Servatii-Kirche in Trümmern

Das Luftbild, das im Mai 1945 während der Trolley Mission von der „Forty-Fourth Bombardment Group (Heavy)“ erstellt wurde, zeigt in der oberen Bildmitte die Clemenskirche in Münster. Am rechten Bildrand ist ein Teil des Erbdrostenhofes zu erkennen. Am unteren rechten Bildrand sind die Trümmer der St. Servatii Kirche auszumachen. In der unteren Bildmitte ist nur noch ein „Schutthaufen“ des Klosters der Barmherzigen Schwestern verblieben. Das Luftbild wurde von Herrn Michael Schmitz identifiziert - vielen Dank!

Bildcode: 44BG10

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TROLLEY-MISSION-44BG10.jpg


Alte Rheinbrücke (Eisenbahnbrücke), ehemals Leo-Schlageter-Brücke, heute Konrad-Adenauer-Brücke in Ludwigshafen

Datum: 18. September 2019
Alte Rheinbrücke (Eisenbahnbrücke), ehemals Leo-Schlageter-Brücke, heute Konrad-Adenauer-Brücke in Ludwigshafen

Das Luftbild zeigt die alte Rheinbrücke (Eisenbahnbrücke), die im Dritten Reich als „Leo-Schlageter-Brücke bezeichnet wurde und die Städte Mannheim und Ludwigshafen über den Rhein verbunden hatte. Die Rheinbrücke mit eindrucksvollen Portalbauten an beiden Enden wurde am 1. August 1867 eröffnet. Ursprünglich bestand die Brücke aus einer „doppelten“ Brücke, nämlich einer Straßenbrücke sowie einer zweigleisigen Eisenbahnbrücke.

Allerdings hatte sich bereits im Jahre 1906 herausgestellt, dass die Brücke aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens in ihren Abmessungen zu klein geworden war. Daher wurde im Jahre 1931/1932 direkt neben der bestehenden Brücke eine neue errichtet. Die alte Eisenbahnbrücke wurde anschließend für den Straßenverkehr umgebaut. Die neue Brücke bestand aus Stahlfachwerk, jedoch ohne Portalbauten. Die Rheinbrücke wurde im Zweiten Weltkrieg am 20. März 1945 durch die deutsche Wehrmacht gesprengt. Unmittelbar nach dem Krieg stellten Behelfsbrücken die Verbindung über den Rhein wieder her.

Bildcode: 44BG09

Lizenz/Download:
TROLLEY-MISSION-44BG09.jpg


Trolley Mission

Die „Trolley Mission“ war eine Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe im Mai 1945, die auch als „Low Level Tour“, als „Low Level Mission“ oder als „Cook‘s Tour“ bezeichnet wurde. Seinerzeit sind Luftbilder erstellt worden, die deutsche Städte nach dem Zweiten Weltkrieg sprichwörtlich zur „Stunde Null“ zeigen.