Neue Fotos der Wasserschutz-Polizei vom Flugzeugabsturz an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

Neue Fotos der Wasserschutz-Polizei vom Flugzeugabsturz an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

Datum: 8. Juli 2019

Einmal mehr stellt die Wasserschutzpolizei-Station Andernach weitere Photos der Wrackteile des am 7. Mai 1945 an der Urmitzer Eisenbahnbrücke verunglückten Flugzeuges der US Air Force zur Verfügung. Die Bilder wurden von Herrn Markus Schaaf sowie von Herrn Nico Becker erstellt und zeigen ein aktuelles Bild der Rheinbrücke vom Rhein aus sowie Wrackteile, insbesondere die Panzerglasscheibe, die im Gefechtsturm des B24-Bombers installiert war.

Die für diesen Flugzeugabsturz verantwortliche Behörde in den Vereinigten Staaten von Amerika, die Defense POW/MIA Accounting Agency (DPAA), wurde am 5. Juli 2019 über den Fund der Wrackteile informiert. Weitere Informationen über diese besondere Behörde können unter https://www.dpaa.mil nachgelesen werden.

 

Neue Fotos der Wasserschutz-Polizei vom Flugzeugabsturz an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

 

Neue Fotos der Wasserschutz-Polizei vom Flugzeugabsturz an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

 

Neue Fotos der Wasserschutz-Polizei vom Flugzeugabsturz an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

 

Neue Fotos der Wasserschutz-Polizei vom Flugzeugabsturz an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

 

Neue Fotos der Wasserschutz-Polizei vom Flugzeugabsturz an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

 

Bildquelle: Markus Schaaf und Nico Becker (Wasserschutzpolizei)

Quelle: Google Maps 2019


Flugzeugabsturz während der Trolley Mission bei Neuwied an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

Flugzeugabsturz während der Trolley Mission bei Neuwied an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

Datum: 4. Juli 2019

Während der Trolley Mission ereignete sich am ersten Flugtag, also am 7. Mai 1945, ein tragischer Flugzeugabsturz, bei welchem alle 19 Besatzungsmitglieder und Passagiere den Tod fanden. Obgleich die Piloten instruiert wurden, eine gewisse Sicherheitsmindesthöhe während der Flüge einzuhalten, ist eines der Flugzeuge viel zu tief über die Urmitzer Eisenbahnbrücke, die auch als „Rheinbrücke Engers-Urmitz“ bzw. ursprünglich als „Kronprinz-Wilhelm-Brücke“ errichtet wurde, geflogen.

Augenzeugen berichteten, dass die alliierten Truppen damals Telefon-, Strom- und Versorgungsleitungen in einer Höhe von ca. 30 Metern über den Rhein gespannt hatten und die viel zu tief fliegende Maschine vom Typ B24 wohl mit diesen Versorgungsleitungen kollidierte. Da während der Trolley Mission üblicherweise vier bis sechs Flugzeuge im Verband geflogen sind, wurde dieser Absturz von Besatzungsmitgliedern aus den anderen Flugzeugen photographiert.

Bei dem Flugzeug handelte es sich um um die Maschine „The Falcon Returns“ mit der Seriennummer 44-10620, die dem 564. Bombengeschwader bzw. der 398. Bombergruppe der US-amerikanischen Air Force angehörte. Nachstehend kann der originale Flugunfallbericht bzw. der „Non Battle Casualty Report“ nachgelesen werden. Neben der Besatzung, die aus Pilot George Saunderson und Copilot Cornelius Adkins sowie aus den Bordschützen Raymond Ruth, Thomas Evans und Gordon Thomas sowie dem Navigator Stephen Curtis, Flugingenieur John Kunkel, Funker Chester Conrad sowie Flugassistent William Riser bestand, kamen auch die Passagiere Stanley Anderson, Elbert Ravenscraft, Ronald Maier, Fredrick Selk, Lilburn Daly, Alfred Odegard, John Dunnings, William Emery, Gildo Uliana und Abe Becker ums Leben.

 

Flugunfallbericht bzw. Non Battle Casualty Report

 

Dass dieser Flugzeugabsturz auf der Internetseite der Trolley Mission so ausführlich erwähnt wird (vgl. Bildcode 392BG051), hat nach weit über 70 Jahren einen durchaus phänomenalen und spektakulären Hintergrund, denn im Juni 2019 wandte sich die Wasserschutzpolizei aus Andernach an den Autor Markus Lenz mit dem Hinweis, dass am 22. Oktober 2018 gegen 10:00 Uhr aufgrund des extremen Niedrigwassers im Rhein Wrackteile geborgen wurden, die nachweislich von der damals abgestürzten Maschine stammten.

Geborgen wurden u.a. Teile der Panzerglasscheibe des Emerson-Geschützturmes, der Antriebsmotor des Emerson „Electric Nose Turret“ sowie diverse Steuerhebel für den Geschützturm. Anzumerken bleibt, dass die US-amerikanische Firma „Emerson Electric Company“ mit Sitz in Ferguson im Bundesstaat Missouri im Jahre 1890 gegründet wurde und während des Zweiten Weltkrieges der größte Hersteller von Flugzeugbewaffnungssystemen war.

Freundlicherweise stellt das Polizeipräsidium (Abteilung Einsatz, Logistik und Technik der Wasserschutzpolizei) bzw. die Wasserschutzpolizei-Station Andernach drei Photos der besagten Wrackteile für die Internetseite der Trolley Mission zur Verfügung.

 

Flugzeugabsturz Wrackteile

 

Urmitzer Eisenbahnbrücke US Air Force Flugunfall

 

Wrackteile von der Wasserschutzpolizei geborgen

 

Bildcode: 392BG108

Bildquelle: Markus Schaaf und Nico Becker (Wasserschutzpolizei)


Flugzeugabsturz bei Neuwied im Stadtteil Engers an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

Flugzeugabsturz bei Neuwied im Stadtteil Engers an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

Datum: 4. Juli 2019

Auf feindliches Feuer seitens deutscher Bodentruppen stießen die Flugzeuge der Trolley Mission am 7. Mai 1945 nicht mehr, allerdings ereignete sich dennoch ein tragischer Flugzeugabsturz. Im sogenannten „Non Battle Casualty Report“, der vollständig im Buch von Markus Lenz (vgl. S. 20 ff.) abgedruckt ist, heißt es, dass der Pilot beim Umkreisen von bestimmten Bauwerken auf Gegenkurs mit einem anderen Flugzeug geraten war. Ein Ausweichmanöver war kaum möglich, da sich der Pilot ohnehin schon im Tiefflug befand.

Durch starkes Ziehen am Steuerruder versuchte er noch, seine Flugrichtung zu korrigieren, was jedoch zu einem Strömungsabriß führte, so dass das Flugzeug schließlich manövrierunfähig frontal gegen die ehemalige Kronprinz-Wilhelm-Brücke krachte. Die Brücke wurde in den 1950’er Jahren wiederhergestellt und heißt heute „Urmitzer Eisenbahnbrücke“.

Nach aktuellen Recherchen, die im Monat Oktober 2018 angestellt wurden, hatten Augenzeugen berichtet, dass die alliierten Truppen im Mai 1945 Telefon-, Strom- und Versorgungsleitungen in einer Höhe von ca. 30 Metern über den Rhein gespannt hatten. Unter Umständen ereignete sich der Flugzeugabsturz deshalb, weil der Pilot ohnehin viel zu tief über Grund geflogen war und schließlich mit diesen Versorgungsleitungen kollidierte. Nachstehend ein aktuelles Vergleichsbild aus Google Maps.

Bildcode: 392BG051

Aktuelles Vergleichsbild aus Google Maps

Quelle: Google Maps 2019


Trolley Mission

Die „Trolley Mission“ war eine Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe im Mai 1945, die auch als „Low Level Tour“, als „Low Level Mission“ oder als „Cook‘s Tour“ bezeichnet wurde. Seinerzeit sind Luftbilder erstellt worden, die deutsche Städte nach dem Zweiten Weltkrieg sprichwörtlich zur „Stunde Null“ zeigen.