Luftbild Konzentrationslager Buchenwald nach der Befreiung

Luftbild Konzentrationslager Buchenwald nach der Befreiung

Datum: 17. Juli 2019

Das Konzentrationslager Buchenwald war eines der größten Konzentrationslager im Deutschen Reich. Es wurde ursprünglich im Juli 1937 auf dem Ettersberg bei Weimar als Arbeitslager errichtet und betrieben. Insgesamt waren bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 266.000 Menschen aus allen Ländern Europas in Buchenwald inhaftiert. Bei Annäherung der 3. US-Armee übernahmen am 11. April 1945 die Häftlinge die Leitung des Lagers von den flüchtenden SS-Truppen. Um etwa 14.30 Uhr erreichte eine Vortruppe der 6. Panzerdivision der US-Armee das Lager; nach Entwaffnung des restlichen Wachpersonals der SS-Truppen war das Lager um 16.00 Uhr befreit. Nach der Befreiung, so berichtete die Zeitzeugin Edelgard Schlegelmilch, konfrontierten die amerikanischen Truppen am 16. April 1945 etwa 1.000 Einwohner der Stadt Weimar mit den Leichenbergen im Konzentrationslager.

Dieses Luftbild wurde im Archiv der 306. Bomb Group Historical Association gefunden. Aufgrund der geographischen Lage kann diese Luftaufnahme nicht während der Trolley Mission im Mai 1945 erstellt worden sein, da die US-amerikanischen Truppen strengstens dem Befehl folgen mußten, nicht ins Gebiet der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) - also in die spätere Sowjetische Besatzungszone - einzufliegen. Die Luftaufnahme muß vermutlich bei Aufklärungsflügen im April 1945 erstellt worden sein.

Bildcode: 306BG42



Trolley Mission

Die „Trolley Mission“ war eine Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe im Mai 1945, die auch als „Low Level Tour“, als „Low Level Mission“ oder als „Cook‘s Tour“ bezeichnet wurde. Seinerzeit sind Luftbilder erstellt worden, die deutsche Städte nach dem Zweiten Weltkrieg sprichwörtlich zur „Stunde Null“ zeigen.