Luftbild der alten Nibelungenbrücke bzw. Ernst-Ludwig-Brücke in Worms im Mai 1945

Luftbild der alten Nibelungenbrücke bzw. Ernst-Ludwig-Brücke in Worms im Mai 1945

Datum: 17. Juli 2019

Die erste Rheinbrücke, die bei Worms errichtet wurde, war die Ernst-Ludwig-Brücke, die im März 1900 eingeweiht wurde. Sowohl auf der linksrheinischen wie auch rechtsrheinischen Seite entstand jeweils ein neoromanischer Brückenturm. Während des Zweiten Weltkrieges wurden an beiden Brückentürmen die Turmhauben abgenommen und durch Betonplattformen ersetzt, um dort Flakgeschütze zur Brückenverteidigung aufzustellen.

Am 20. März 1945 wurde die Ernst-Ludwig-Brücke von der sich zurückziehenden Wehrmacht gesprengt. In den Jahren 1951 bis 1953 wurde die zerstörte Brücke wurde als „alte“ Nibelungenbrücke wieder aufgebaut; allerdings existiert nur noch einer der beiden Brückentürme, der als Nibelungenturm bezeichnet wird. Der gegenüberliegende Turm wurde im Jahre 1951/1952 abgerissen.

Bildcode: 392BG111

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Luftbild des Dom St. Peter in Worms nach dem Zweiten Weltkrieg

Luftbild des Dom St. Peter in Worms nach dem Zweiten Weltkrieg

Datum: 17. Juli 2019

Beim Tiefflug über Worms wurde im Mai 1945 auch der Dom St. Peter photographiert. Auf dem Luftbild ist ebenso die gegenüberliegende Dreifaltigkeitskirche in Trümmern zu sehen. Der Wormser Dom wurde im 12. Jahrhundert auf dem höchsten Punkt der Innenstadt gebaut. Nach den Luftangriffen auf Worms am 21. Februar 1945 sowie am 18. März 1945 wurde der Dom erheblich beschädigt. Obgleich die Dächer abbrannten, wurden die Gewölbe jedoch nicht demoliert.

Bildcode: 392BG112

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Luftbild des Brückenturmes der alten Ernst-Ludwig-Brücke über den Rhein in Worms

Luftbild des Brückenturmes der alten Ernst-Ludwig-Brücke über den Rhein in Worms

Datum: 17. Juli 2019

Nachdem die Piloten der Trolley Mission über das Rhein-Main-Gebiet geflogen waren, folgten sie dem Steuerkurs gen Süden und überflogen nach Darmstadt auch die Stadt Worms, um dann später weiter südlich nach Mannheim zu gelangen. In Worms entstand diese Luftaufnahme, welche den Brückenturm („Nibelungenturm“) auf der linksrheinischen Seite im Tiefflug zeigt. Die zerstörte Brücke über den Rhein hieß einst Ernst-Ludwig-Brücke und wurde im März 1900 eingeweiht. Die ehemalige Brücke wurde am 20. März 1945 von der sich zurückziehenden Wehrmacht gesprengt.

Bildcode: 392BG110

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Luftbild Konzentrationslager Buchenwald nach der Befreiung

Luftbild Konzentrationslager Buchenwald nach der Befreiung

Datum: 17. Juli 2019

Das Konzentrationslager Buchenwald war eines der größten Konzentrationslager im Deutschen Reich. Es wurde ursprünglich im Juli 1937 auf dem Ettersberg bei Weimar als Arbeitslager errichtet und betrieben. Insgesamt waren bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 266.000 Menschen aus allen Ländern Europas in Buchenwald inhaftiert. Bei Annäherung der 3. US-Armee übernahmen am 11. April 1945 die Häftlinge die Leitung des Lagers von den flüchtenden SS-Truppen. Um etwa 14.30 Uhr erreichte eine Vortruppe der 6. Panzerdivision der US-Armee das Lager; nach Entwaffnung des restlichen Wachpersonals der SS-Truppen war das Lager um 16.00 Uhr befreit. Nach der Befreiung, so berichtete die Zeitzeugin Edelgard Schlegelmilch, konfrontierten die amerikanischen Truppen am 16. April 1945 etwa 1.000 Einwohner der Stadt Weimar mit den Leichenbergen im Konzentrationslager.

Dieses Luftbild wurde im Archiv der 306. Bomb Group Historical Association gefunden. Aufgrund der geographischen Lage kann diese Luftaufnahme nicht während der Trolley Mission im Mai 1945 erstellt worden sein, da die US-amerikanischen Truppen strengstens dem Befehl folgen mußten, nicht ins Gebiet der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) - also in die spätere Sowjetische Besatzungszone - einzufliegen. Die Luftaufnahme muß vermutlich bei Aufklärungsflügen im April 1945 erstellt worden sein.

Herr Kai Sauer ergänzt zu diesem Luftbild:
Das Bild zeigt das Torgebäude und einen Teil des Appellplatzes mit der Häftlingskantine. Zwischen Torhaus und Kantine sieht man, wie Männer ein Holzpodest auf- oder abbauen. An genau dieser Stelle stand am 19. April 1945 der Holzobelisk für die zentrale Gedenkfeier, bei der die befreiten Häftlinge den Schwur von Buchenwald leisteten (vgl. Foto bei www.Researchgate.net). Insofern könte dies die Datierung auf den Monat April stützen. Heute erinnert dort eine Metallplatte an die Toten, die mit einer Gravur die Grundform des Obelisken aufnimmt und jederzeit eine Temperatur von 37° hat.

Bildcode: 306BG42

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Flug über die Baracken des Konzentrationslagers Buchenwald

Flug über die Baracken des Konzentrationslagers Buchenwald

Datum: 17. Juli 2019

Dieses Luftbild wurde im Archiv der 306. Bomb Group Historical Association gefunden und zeigt die Baracken des Konzentrationslagers Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar. Das Luftbild zeigt das Häftlingslager von Norden, wobei im Hintergrund das Torgebäude zu sehen ist. Die Baracken wurden von den SS-Truppen umgangssprachlich auch als Block bezeichnet. Alle Baracken bildeten das sogenannte Schutzhaftlager, den jeweiligen Bereich eines Konzentrationslagers für Häftlinge.

Aufgrund der geographischen Lage kann diese Luftaufnahme nicht während der Trolley Mission im Mai 1945 erstellt worden sein, da die US-amerikanischen Truppen strengstens dem Befehl folgen mußten, nicht ins Gebiet der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) - also in die spätere Sowjetische Besatzungszone - einzufliegen. Die Luftaufnahme muß vermutlich bereits bei Aufklärungsflügen der vorrückenden 3. US-Armee im April 1945 erstellt worden sein.

Bildcode: 306BG41

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Luftbild der durch Weltkriegsbomen völlig zerstörten Innenstadt von Duisburg

Luftbild der durch Weltkriegsbomen völlig zerstörten Innenstadt von Duisburg

Datum: 17. Juli 2019

Die Luftaufnahme zeigt Duisburg, obgleich dies schwer zu erkennen ist. Am oberen, linken Bildrand ist das historische Rathaus der Stadt Duisburg zu sehen; markant ist der Rathausturm am Burgplatz. Durch die Bildmitte - von oben nach unten - verläuft heute die Steinsche Gasse; rechts daneben verlaufen die Untermauerstraße sowie der Sonnenwall in einem geschwungenen Bogen bis zum Kuhtor. Deutlich sticht in der Bildmitte der unzerstörte, ehemalige Hochbunker hervor, der einst in der Universitätsstraße, Ecke Steinsche Gasse, stand. Der Luftschutzbunker existiert heute nicht mehr. Dort wurde das Gebäude der Volkshochschule Duisburg errichtet. Das Luftbild wurde von Herrn Michael Schmitz identifiziert - vielen Dank!

Bildcode: 306BG40

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Luftbild Hauptbahnhof und Henschel Hammerschmiede in Kassel aus dem Mai 1945

Luftbild Hauptbahnhof und Henschel Hammerschmiede in Kassel aus dem Mai 1945

Datum: 17. Juli 2019

Auf dem Luftbild ist auf der linken Seite die Hammerschmiede, ein Teil des ehemaligen Thyssen-Henschel-Fabrikgeländes in der Wolfhager Straße, sowie auf der rechten Seite der Hauptbahnhof von Kassel zu erkennen. Dazwischen liegen der Werkshallen der heutigen Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG. Die alte Henschel Hammerschmiede beherbergt heute u.a. das Technik-Museum Kassel.

Bildcode: 306BG38

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Luftbild vom Motorenbau Werk Kassel zwischen der Lilienthalstraße und dem Leipziger Platz in Kassel-Bettenhausen

Luftbild vom Motorenbau Werk Kassel zwischen der Lilienthalstraße und dem Leipziger Platz in Kassel-Bettenhausen

Datum: 17. Juli 2019

Im unteren Bildbereich verläuft die Lilienstraße; dort sind auch heute noch die vier Wohnhäuser vorhanden. Darüber ist das Motorenbau Werk Kassel, ein Zweigwerk der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG Dessau, zu sehen. Das Gelände wird heute als Unternehmenspark Kassel vornehmlich durch die Volkswagen AG als Logistikstandort genutzt. Im Zweiten Weltkrieg wurden Großteile von Bettenhausen durch zahlreiche Fliegerbomben der Alliierten zerstört. Im oberen Bildbereich (links) ist der alte Leipziger Platz zu erkennen.

Bildcode: 306BG39

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Kassel nach dem Zweiten Weltkrieg - Luftbild vom Rathaus, der Fünffensterstraße und der Karlskirche

Kassel nach dem Zweiten Weltkrieg - Luftbild vom Rathaus, der Fünffensterstraße und der Karlskirche

Datum: 17. Juli 2019

Auf der Luftbildaufnahme ist das Rathaus von Kassel, unmittelbar an der heutigen Fünffensterstraße, zu sehen. Direkt hinter dem Rathaus ist die Ruine der Karlskirche am Karlsplatz zu erkennen.

Bildcode: 306BG37

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Luftbild der Liebfrauenkirche in der Amalienstraße in Dortmund aus dem Mai 1945 nach den Fliegerbomben

Luftbild der Liebfrauenkirche in der Amalienstraße in Dortmund aus dem Mai 1945 nach den Fliegerbomben

Datum: 17. Juli 2019

Die Luftaufnahme zeigt die Liebfrauenkirche in der Amalienstraße in Dortmund. Waagerecht durch das Bild führt die Wilhelmstraße und kreuzt die Humbold- und Friedrichstraße. Das Luftbild wurde von Herrn Michael Schmitz identifiziert - vielen Dank!

Bildcode: 306BG36

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Luftbild der Renault Automobil-Werke in Boulogne-Billancourt bei Paris (Frankreich)

Luftbild der Renault Automobil-Werke in Boulogne-Billancourt bei Paris (Frankreich)

Datum: 17. Juli 2019

Die Luftaufnahme zeigt das alte Renault-Werk im Pariser Vorort Boulogne-Billancourt. Im Jahre 1989 hatte Renault beschlossen, das Werk zu verlagern. Im Jahre 1992 wurde die Produktion in Boulogne-Billancourt eingestellt, so dass knapp 52 Hektar Grundstücksfläche in ein gänzlich neues Stadtquartier mit 6.000 neuen Wohnungen, einer Museums- und Wissenschaftsinsel sowie einem breiten Uferboulevard umgewandelt wurden.

Bildcode: 306BG35

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Paris Luftbild 1945 der Vororte Boulogne-Billancourt und Sèvres (Frankreich)

Paris Luftbild 1945 der Vororte Boulogne-Billancourt und Sèvres (Frankreich)

Datum: 17. Juli 2019

Auf dem Luftbild ist die alte Brücke zwischen den Pariser Vororten Boulogne-Billancourt (vorne) und Sèvres (hinten) zu erkennen. Das auffällige historische Gebäude in der Bildmitte beherbergt die „Manufacture royale de porcelaine de Sèvres“, eine Porzellan-Manufaktur mit Museum. Die Gebäude auf der Insel der Seine („Île Seguin“) existieren nicht mehr. Dort steht heute das moderne „La Seine Musicale“, ein Festival- und Schauspielhaus.

Bildcode: 306BG34

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Luftbild der Westfalenhütte und Zeche Kaiserstuhl II in Dortmund

Luftbild der Westfalenhütte und Zeche Kaiserstuhl II in Dortmund

Datum: 17. Juli 2019

Während der Trolley Mission ist auch eine Luftaufnahme der Westfalenhütte sowie der Zeche Kaiserstuhl II in Dortmund entstanden. Das Bild wurde von Süden aufgenommen und zeigt auf der rechten Seite die Zeche inklusive Kokerei sowie auf der linken Seite die Westfalenhütte. Das Luftbild wurde von Herrn Michael Brodale identifiziert - vielen Dank!

Bildcode: 306BG33

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Luftbild Stadttheater Dortmund aus dem Zweiten Weltkrieg nach den Fliegerbombenangriffen

Luftbild Stadttheater Dortmund aus dem Zweiten Weltkrieg nach den Fliegerbombenangriffen

Datum: 17. Juli 2019

Auf dem Bild ist die Stadt Dortmund abgelichtet. Im Detail ist die Ruine des Dortmunder Stadttheaters zu erkennen.

Bildcode: 306BG32

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Dortmund Weißenburger Straße sowie Osterlandwehr - Luftbild aus dem Mai 1945

Dortmund Weißenburger Straße sowie Osterlandwehr - Luftbild aus dem Mai 1945

Datum: 17. Juli 2019

Die Hallen im Vordergrund stehen noch und beherbergen heute einen Dämmstoffhandel. Diese Hallen sind an der Weißenburger Straße angesiedelt. Die Häuserreihe hinter der Bahnlinie, entlang der Osterlandwehr und gegenüber der Zweigstraße, existieren nicht mehr. Das Luftbild wurde von Herrn Michael Schmitz identifiziert - vielen Dank!

Bildcode: 306BG31

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Neue Fotos der Wasserschutz-Polizei vom Flugzeugabsturz an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

Neue Fotos der Wasserschutz-Polizei vom Flugzeugabsturz an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

Datum: 8. Juli 2019

Einmal mehr stellt die Wasserschutzpolizei-Station Andernach weitere Photos der Wrackteile des am 7. Mai 1945 an der Urmitzer Eisenbahnbrücke verunglückten Flugzeuges der US Air Force zur Verfügung. Die Bilder wurden von Herrn Markus Schaaf sowie von Herrn Nico Becker erstellt und zeigen ein aktuelles Bild der Rheinbrücke vom Rhein aus sowie Wrackteile, insbesondere die Panzerglasscheibe, die im Gefechtsturm des B24-Bombers installiert war.

Die für diesen Flugzeugabsturz verantwortliche Behörde in den Vereinigten Staaten von Amerika, die Defense POW/MIA Accounting Agency (DPAA), wurde am 5. Juli 2019 über den Fund der Wrackteile informiert. Weitere Informationen über diese besondere Behörde können unter https://www.dpaa.mil nachgelesen werden.

 

Neue Fotos der Wasserschutz-Polizei vom Flugzeugabsturz an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

 

Neue Fotos der Wasserschutz-Polizei vom Flugzeugabsturz an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

 

Neue Fotos der Wasserschutz-Polizei vom Flugzeugabsturz an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

 

Neue Fotos der Wasserschutz-Polizei vom Flugzeugabsturz an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

 

Neue Fotos der Wasserschutz-Polizei vom Flugzeugabsturz an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

 

Bildquelle: Markus Schaaf und Nico Becker (Wasserschutzpolizei)

Quelle: Google Maps 2019


Flugzeugabsturz während der Trolley Mission bei Neuwied an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

Flugzeugabsturz während der Trolley Mission bei Neuwied an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

Datum: 4. Juli 2019

Während der Trolley Mission ereignete sich am ersten Flugtag, also am 7. Mai 1945, ein tragischer Flugzeugabsturz, bei welchem alle 19 Besatzungsmitglieder und Passagiere den Tod fanden. Obgleich die Piloten instruiert wurden, eine gewisse Sicherheitsmindesthöhe während der Flüge einzuhalten, ist eines der Flugzeuge viel zu tief über die Urmitzer Eisenbahnbrücke, die auch als „Rheinbrücke Engers-Urmitz“ bzw. ursprünglich als „Kronprinz-Wilhelm-Brücke“ errichtet wurde, geflogen.

Augenzeugen berichteten, dass die alliierten Truppen damals Telefon-, Strom- und Versorgungsleitungen in einer Höhe von ca. 30 Metern über den Rhein gespannt hatten und die viel zu tief fliegende Maschine vom Typ B24 wohl mit diesen Versorgungsleitungen kollidierte. Da während der Trolley Mission üblicherweise vier bis sechs Flugzeuge im Verband geflogen sind, wurde dieser Absturz von Besatzungsmitgliedern aus den anderen Flugzeugen photographiert.

Bei dem Flugzeug handelte es sich um um die Maschine „The Falcon Returns“ mit der Seriennummer 44-10620, die dem 564. Bombengeschwader bzw. der 398. Bombergruppe der US-amerikanischen Air Force angehörte. Nachstehend kann der originale Flugunfallbericht bzw. der „Non Battle Casualty Report“ nachgelesen werden. Neben der Besatzung, die aus Pilot George Saunderson und Copilot Cornelius Adkins sowie aus den Bordschützen Raymond Ruth, Thomas Evans und Gordon Thomas sowie dem Navigator Stephen Curtis, Flugingenieur John Kunkel, Funker Chester Conrad sowie Flugassistent William Riser bestand, kamen auch die Passagiere Stanley Anderson, Elbert Ravenscraft, Ronald Maier, Fredrick Selk, Lilburn Daly, Alfred Odegard, John Dunnings, William Emery, Gildo Uliana und Abe Becker ums Leben.

 

Flugunfallbericht bzw. Non Battle Casualty Report

 

Dass dieser Flugzeugabsturz auf der Internetseite der Trolley Mission so ausführlich erwähnt wird (vgl. Bildcode 392BG051), hat nach weit über 70 Jahren einen durchaus phänomenalen und spektakulären Hintergrund, denn im Juni 2019 wandte sich die Wasserschutzpolizei aus Andernach an den Autor Markus Lenz mit dem Hinweis, dass am 22. Oktober 2018 gegen 10:00 Uhr aufgrund des extremen Niedrigwassers im Rhein Wrackteile geborgen wurden, die nachweislich von der damals abgestürzten Maschine stammten.

Geborgen wurden u.a. Teile der Panzerglasscheibe des Emerson-Geschützturmes, der Antriebsmotor des Emerson „Electric Nose Turret“ sowie diverse Steuerhebel für den Geschützturm. Anzumerken bleibt, dass die US-amerikanische Firma „Emerson Electric Company“ mit Sitz in Ferguson im Bundesstaat Missouri im Jahre 1890 gegründet wurde und während des Zweiten Weltkrieges der größte Hersteller von Flugzeugbewaffnungssystemen war.

Freundlicherweise stellt das Polizeipräsidium (Abteilung Einsatz, Logistik und Technik der Wasserschutzpolizei) bzw. die Wasserschutzpolizei-Station Andernach drei Photos der besagten Wrackteile für die Internetseite der Trolley Mission zur Verfügung.

 

Flugzeugabsturz Wrackteile

 

Urmitzer Eisenbahnbrücke US Air Force Flugunfall

 

Wrackteile von der Wasserschutzpolizei geborgen

 

Bildcode: 392BG108

Bildquelle: Markus Schaaf und Nico Becker (Wasserschutzpolizei)

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Flugzeugabsturz bei Neuwied im Stadtteil Engers an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

Flugzeugabsturz bei Neuwied im Stadtteil Engers an der Urmitzer Eisenbahnbrücke

Datum: 4. Juli 2019

Auf feindliches Feuer seitens deutscher Bodentruppen stießen die Flugzeuge der Trolley Mission am 7. Mai 1945 nicht mehr, allerdings ereignete sich dennoch ein tragischer Flugzeugabsturz. Im sogenannten „Non Battle Casualty Report“, der vollständig im Buch von Markus Lenz (vgl. S. 20 ff.) abgedruckt ist, heißt es, dass der Pilot beim Umkreisen von bestimmten Bauwerken auf Gegenkurs mit einem anderen Flugzeug geraten war. Ein Ausweichmanöver war kaum möglich, da sich der Pilot ohnehin schon im Tiefflug befand.

Durch starkes Ziehen am Steuerruder versuchte er noch, seine Flugrichtung zu korrigieren, was jedoch zu einem Strömungsabriß führte, so dass das Flugzeug schließlich manövrierunfähig frontal gegen die ehemalige Kronprinz-Wilhelm-Brücke krachte. Die Brücke wurde in den 1950’er Jahren wiederhergestellt und heißt heute „Urmitzer Eisenbahnbrücke“.

Nach aktuellen Recherchen, die im Monat Oktober 2018 angestellt wurden, hatten Augenzeugen berichtet, dass die alliierten Truppen im Mai 1945 Telefon-, Strom- und Versorgungsleitungen in einer Höhe von ca. 30 Metern über den Rhein gespannt hatten. Unter Umständen ereignete sich der Flugzeugabsturz deshalb, weil der Pilot ohnehin viel zu tief über Grund geflogen war und schließlich mit diesen Versorgungsleitungen kollidierte. Nachstehend ein aktuelles Vergleichsbild aus Google Maps.

Bildcode: 392BG051

Aktuelles Vergleichsbild aus Google Maps

Quelle: Google Maps 2019

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Luftfahrtkarte der Bundesrepublik Deutschland, Erste Ausgabe 1959, Südwest

Luftfahrtkarte der Bundesrepublik Deutschland, Erste Ausgabe 1959, Südwest

Datum: 26. Juni 2019

Der Kalte Krieg sowie die Trennung von Ost und West, die bereits mit Festlegung der Flugrouten der Trolley Mission im Jahre 1945 sichtbar wurde, sind gerade einmal 14 Jahre später, also im Jahre 1959, auf der ersten offiziellen Luftfahrtkarte der Bundesrepublik Deutschland („Blatt Südwest“) dokumentiert worden.

Auf dieser Luftfahrtkarte, die von der Bundesanstalt für Flugsicherung (BFS), herausgegeben wurde, ist deutlich der Luftkorridor Frankfurt-Berlin eingezeichnet, also die damalige Flugstrecke in die Deutsche Demokratische Republik. Deutlich sind auf dem Kartenmaterial ferner die Teilung Deutschlands sowie der Verlauf der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze erkennbar.

Lizenz/Download:
Luftfahrtkarte BRD, Südwest, 1959
9.511 x 7.665 Pixel
Dateigröße 74,65 MB


Luftfahrtkarte der Bundesrepublik Deutschland, Erste Ausgabe 1959, Nordwest

Luftfahrtkarte der Bundesrepublik Deutschland, Erste Ausgabe 1959, Nordwest

Datum: 24. Juni 2019

Die Trennung von Ost und West, die bereits mit Festlegung der Flugrouten der Trolley Mission im Jahre 1945 sichtbar wurde, ist gerade einmal 14 Jahre später, also im Jahre 1959, auf der ersten offiziellen Luftfahrtkarte der Bundesrepublik Deutschland („Blatt Nordwest“) dokumentiert worden.

Auf dieser Luftfahrtkarte, die von der Bundesanstalt für Flugsicherung (BFS), herausgegeben wurde, sind deutlich die Luftkorridore Hamburg-Berlin und Bückeburg-Berlin eingezeichnet, also die damaligen Strecken in die Deutsche Demokratische Republik. Deutlich sind auf dem Kartenmaterial die Teilung Deutschlands sowie der Verlauf der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze erkennbar.

Lizenz/Download:
Luftfahrtkarte BRD, Nordwest, 1959
8.830 x 7.638 Pixel
Dateigröße 61,85 MB


Trolley Mission

Die „Trolley Mission“ war eine Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe im Mai 1945, die auch als „Low Level Tour“, als „Low Level Mission“ oder als „Cook‘s Tour“ bezeichnet wurde. Seinerzeit sind Luftbilder erstellt worden, die deutsche Städte nach dem Zweiten Weltkrieg sprichwörtlich zur „Stunde Null“ zeigen.