Berlin Luftaufnahme Versöhnungskirche in der Bernauer Straße vom 12. Mai 1982 (Bild 058)

Berlin Luftaufnahme Versöhnungskirche in der Bernauer Straße vom 12. Mai 1982 (Bild 058)

Veröffentlicht am 4. April 2020

Das Luftbild zeigt die Versöhnungskirche in der Bernauer Straße im Bezirk Berlin-Mitte im Mai 1982. Obgleich die Kirche im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt wurde, ist sie ab 1945 genau an der Grenze des Sowjetischen und Französischen Sektors wiederaufgebaut worden. Von 1950 bis 1961 wurde sie für Gottesdienste genutzt. Durch den Mauerbau am 13. August 1961 verschärfte sich die Grenzsituation für die Kirchengemeinde dramatisch, denn bereits am 21. August 1961 wurde das Hauptportal der Kirchenmauer zugemauert. Den Gemeindemitgliedern aus West-Berlin war es nicht mehr möglich, die Kirche zu besuchen, da sich die Kirche auf ostdeutschem Staatsgebiet befand.

Ab dem 23. Oktober 1961 durfte die Kirche schließlich auch nicht mehr von Gemeindemitgliedern aus Ost-Berlin besucht werden, weil die Kirche im sogenannten „Todesstreifen“ stand. In den Folgejahren wurde der Kirchturm von Grenztruppen der DDR als Wachturm genutzt. Am 22. Januar 1985 veranlaßte die Regierung der DDR die Sprengung der Versöhnungskirche und sechs Tage später auch Sprengung der Kirchturmes. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde auf den Fundamenten der zerstörten Versöhnungskirche die „Kapelle der Versöhnung“ gebaut, die am 9. November 2000 eingeweiht wurde.